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Pausenhof in Neuötting ein Unfallschwerpunkt: „Jede Woche kommt der Krankenwagen“ 

Schulleiter der Max-Fellermeier-Schule über Corona und weitere Herausforderungen

Die Max-Fellermeier-Schule war Thema im Stadtrat. Nun berichtete Schulleiter Heiko Schachtschabel über die Schwierigkeiten während Corona und anderen Problemen.
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Zuletzt war Tempo 30 vor der Max-Fellermeier-Schule in Neuötting ein Thema im Stadtrat. Nun berichtete Schulleiter Heiko Schachtschabel über die Schwierigkeiten während Corona und anderen Problemen.

Heiko Schachtschabel, Schulleiter der Max-Fellermeier-Schule in Neuötting hat dem Stadtrat in der jüngsten Sitzung (8. Juli) die derzeitige Situation geschildert und auf einige Probleme hingewiesen. Besonders Corona stellte eine große Herausforderung dar. Aber es gibt auch weitere Baustellen wie das Thema Pausenhof zeigt.

Neuötting - „Wir haben alle Corona-Maßnahmen sofort umgesetzt und diese wurden größtenteils auch akzeptiert. Aber wir haben auch alle Facetten der Beschwerden bekommen. Das war nicht immer einfach zu ertragen“, schildert Heiko Schachtschabel, Schulleiter der Max-Fellermeier-Schule in Neuötting. Die Meinungsbildung würde auch durch alle Elternschichten einer Schule gehen. Manchmal seien daher in seinem Büro auch mal lautere Worte gefallen. Es gab sogar Demonstrationen vor der Schule.

Corona-Situation an der Max-Fellermeier-Schule in Neuötting: Große Akzeptanz, aber auch Ärger mit Eltern

Bei fast 500 Schülern seien es rund zwei Hände voll Eltern gewesen, die der Schule Sorgen bereitet hätte. „Bei allen anderen müssen wir uns ganz herzlich bedanken, dass das Hygienekonzept in der Schule so gut funktioniert hat“, so der Rektor. Ein geringer Prozentsatz hätte auch die Testpflicht verweigert. Diese Schüler hätten seit Dezember nicht mehr die Schule von innen gesehen.

Der Distanz- bzw. Wechselunterricht sei auch eine Herausforderung gewesen. „Unsere Bandbreite ist zu gering, somit konnten nicht alle Lehrer gleichzeitig den Unterricht streamen. Das funktioniert nicht“, so der Schulleiter. Seine Lehrer hätten sich sehr engagiert in dieser Zeit und niemand sei von der Stange gegangen. Aufgrund eigener Kinder hätten manche den Anspruch auf Kinderkrankentage gehabt, aber haben verantwortungsbewusst gearbeitet – auch wenn es Kritik gab, dass es teilweise nur eine Stunde war.

In Bezug auf die Brückenangebote in den Sommerferien glaubt Schachtschabel, dass nicht alle Defizite aufgeholt werden können. Es werden auch nicht zu viele Schüler sein, aber bei einigen sei es notwendig. Diese werden von der Schule auch proaktiv angesprochen.

Angespannte Raumsituation - Schülerzahlen steigen weiter

Ein weiteres Problem unabhängig von Corona ist laut Schachtschabel die angespannte Raumsituation. Eine Klasse wird auch im kommenden Schuljahr den Konferenzraum untergebracht. „Die Schülerzahlen steigen“, fasst der Schulleiter die aktuelle Entwicklung kurz zusammen. Auch der Gymnastikraum müsste wieder genutzt werden, sollte es im Herbst wieder zu Abstandsregelungen kommen.

Im kommenden Schuljahr wird es wie vorheriges Jahr erneut vier erste Klassen geben. Aktuell sind es 86 Schulanfänger. Die drei vierten Jahrgangsstufen mit aktuell 78 Schülern könnten durch beispielsweise Umzüge sogar über die Teilungsgrenze von 28 Schülern pro Klasse steigen. „Möglich sind dann bis zu 30 Schüler. Das ist nicht erfreulich, aber leider nicht anders möglich“, so Schachtschabel. In der Mittelschule wären die Klassen mit zwei pro Jahrgangsstufe aber stabil.

Pausenhof in „katastrophalem Zustand“

Eine große Baustelle ist der Pausenhof. „Das ist katastrophal. Es vergeht keine Woche mit einem Pausenhofunfall, bei dem auch ein Krankenwagen kommen muss“, so der Schulleiter. In den vergangenen 14 Tage gab es einen komplizierten Armbruch und ein aufgeschürftes Knie bis zum Knochen.

Bürgermeister Peter Haugeneder verwies zunächst auf die anstehenden Umbauarbeiten im Zuge der Schulerweiterung. Auf Bitte der Stadträte Monika Pfriender (Grünen), Konrad Estermeier (FW) und Verena Mayer (CSU) sollte dies jedoch genauer untersucht werden. Die Schule solle der Stadt nun genaue Zahlen zu den Unfällen schicken.

Eine abschließende Bitte äußert Schachtschabel an das Gremium und schlug die Einführung eines Schulreferenten vor, um eine engere Abstimmung mit den politischen Vertretern zu erreichen. „Das würde oft helfen, weil die Sichtweise dann einfach eine andere ist. Vielleicht gibt es hier eine Möglichkeit“, so der Rektor.

jz

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