"Tetrafunk dringend notwendig"

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Projektleiter Wolfgang Krüger bei seinem Vortrag.

Burghausen - Beim runden Tisch zum Thema "BOS-Tetrafunk" von Bundestagsabgordnetem Stephan Mayer bekannten sich die Burghauser Einsatzkräfte klar zur neuen Digitaltechnik.

Vertreter aus der Projektgruppe DigiNet des Bayerischen Innenministeriums, Landrat Erwin Schneider, Stadträte, Bürgermeister, Altöttings Kreisbrandrat Werner Huber, Polizeihauptkommissar Walter Schneidermeier, Wolfgang Aigner vom BRK, Vertreter von Umwelt- und Gesundheitsämtern, die Bürgerinitiative "Tetrafunk-freies Burghausen" und einige Privatpersonen sind ins Hotel Glöcklhofer nach Burghausen gekommen, um am Runden Tisch zum Thema "BOS-Digitalfunk" von Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer teilzunehmen.

Die Burghauser Einsatzkräfte betonten einstimmig, dass der Tetrafunk dringend notwendig sei. "Der Analogfunk ist veraltet, wir hatten von Anfang an Probleme damit", meinte Kriesbrandrat Werner Huber. Auch Polizeihauptkommissar Walter Schneidermeier und Wolfgang Aigner vom BRK stimmten zu. "Wir brauchen ein gutes, modernes Kommunikationssystem. Die derzeitige Situation ist nicht tragbar", so Aigner.

Oberregierungsrat Wolfgang Zacher von der Projektgruppe DigiNet informierte zuvor darüber, wie mögliche Standorte für die Funkmasten bestimmt werden, mit 50 Prozent habe man in Bayern die höchste Mastneubauquote deutschlandweit. In Punkto elektromagnetische Wellen gebe es Grenzwerte, an die sich die Projektgruppe zu halten habe. "Ein Standort wird nur freigegeben, wenn die Grenzwerte nicht überschritten werden. Wir sind mit unseren Standorten meilenweit von dem entfernt, was zulässig ist."

Projektleiter Wolfgang Krüger vertiefte die Ausführungen seines Kollegen zur Standortbestimmung. Für den Burghauser Standort auf der Kümmernis sei Anfang 2011 ein Vertrag unterzeichnet worden, für den auf der Burg die Zustimmung der Schlösser- und Seenverwaltung im Herbst 2010 eingegangen. Trotz der Verträge sei man nun im Gespräch und suche nach alternativen Standorten, die sich bisher aber als ungeeignet erwiesen hätten.

Nach den Vorträgen der beiden Herren meldete sich Günther Hinterdobler von der Bürgerinitiative zu Wort und bemängelte, dass keine neuen Erkenntnisse aus den Ausführungen von Krüger und Zecher hervorgegangen seien. Ferner habe die Bürgerinitiative ein vom Umweltamt eingefordertes Gutachten nicht rechtzeitig vor der Veranstaltung erhalten und habe sich so auch nicht darauf vorbereiten können. "Ich fordere eine weitere Gesprächsrunde an einem anderen Termin", so Hinterdobler. Danach verließ er die Veranstaltung.

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