Brand in Reifenlager: 1,5 Millionen Schaden!

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Altötting - Am Montagnachmittag stand ein Reifen- und Altöllager in Altötting in Flammen, drei Menschen wurden durch das Feuer verletzt. Jetzt steht auch die Schadensumme fest.

UPDATE, 10.30 Uhr:

Am Montagnachmittag, 14. Juli 2014, geriet das Reifenlager eines Altöttinger Autohauses in Brand. Drei Männer wurden dabei zum Teil schwer verletzt, der Sachschaden beträgt rund 1,5 Millionen Euro. Die Brandfahnder der Mühldorfer Kriminalpolizei führen die Ermittlungen in diesem Fall.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Altötting, Neuötting, Kastl und Raitenhart rückten mit 16 Fahrzeugen und rund 100 Mann um kurz nach 15.00 Uhr zu dem Brand in der Mühldorfer Straße in Altötting aus. Dort war ein Nebengebäude eines Autohauses, in dem rund 800 Reifen, mehrere Hundert Liter Öl und Autobatterien gelagert waren, in Brand geraten. Über der Stadt war weithin eine schwarze Rauchwolke zu sehen, weshalb Feuerwehr und Polizei die Bevölkerung aufforderten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Mühldorfer Straße musste gesperrt werden, während die Löscharbeiten liefen.

Den Feuerwehren gelang es recht schnell, die Flammen zu löschen, dennoch entstand enormer Sachschaden. Neben dem Gebäudeschaden und dem Schaden an den eingelagerten Gegenständen, wurden auch mehrere abgestellte Neu- und Gebrauchtwagen beschädigt. Der Gesamtschaden dürfte an die 1,5 Millionen Euro betragen.

Zwei junge Männer erlitten Verbrennungen. Einer kam mit dem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik, der andere in ein Krankenhaus in der Region. Ein Rettungsassistent atmete Rauch ein und wurde vor Ort behandelt.

Beamte des Kriminaldauerdienstes (KDD) begannen noch am Nachmittag am Brandobjekt mit ersten Ermittlungen. Inzwischen übernahmen zuständigkeitshalber die Brandfahnder der Kripo Mühldorf den Fall. Zur Brandursache können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden, hier sind in den kommenden Tagen noch weitere Ermittlungen notwendig.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE 8.50 Uhr 

Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, könnte den tz-Bericht auf Anfrage unserer Redaktion nicht bestätigen. Im Laufe des Vormittags soll eine Pressemitteilung zum aktuellen Kenntnisstand der Polizei veröffentlicht werden.

UPDATE Dienstag, 8 Uhr

Wie die Münchner Tageszeitung tz in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, sollen zwei Azubis den Brand ausgelöst haben. Beim Versuch Bremsenreiniger in der Lagerhalle des Kfz-Betriebs umzufüllen, soll es demnach zu einer Verpuffung gekommen sein. 800 Kundenreifen, 500 Liter Öl, mehrere Batterien sowie neuwertige Kundenfahrzeuge seien zum Raub der Flammen geworden. Wie die tz weiter berichtet, seien die beiden Azubis beim Brand schwer, ein Rettungssanitäter leicht verletzt worden.

Vorbericht vom Montag:

Am Montagnachmittag gegen 15.50 Uhr kam es auf dem Gelände des Altöttinger Volkswagen und Audi Autohauses zu einem Großbrand eines Reifen- und Altöllagers. Aus bisher unerklärten Gründen geriet das mit Reifen und Altöl bestückte Lager in Brand.

Die Feuerwehr Altötting und die umliegenden Wehren aus Neuötting, Kastl und Garching sowie ein Großaufgebot an Einsatzkräften des Roten Kreuz und der Polizei wurden zum Einsatz gerufen. Währen der Löscharbeiten gab es mehrere Explosionen. Die unmittelbar daneben geparkten Gebraucht- und Neuwagen wurden zum Teil so stark vom Feuer beschädigt, dass sie nur noch Schrottwert haben. Zwei Arbeiter wurden leichtverletzt ins Krankenhaus gebracht. Ein mittelschwer Verletzter wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls im Einsatz.

Die Mühldorfer Straße war zwischen der Kreuzung zur Raitenharter Straße und dem Kreisverkehr beim McDonalds komplett gesperrt worden. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich um das Autohaus. Einige Autofahrer suchten sich Seitenstraßen, um möglichst nah am Geschehen zu sein, und behinderten immer wieder die Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen. Die Rauchwolken waren weit über die Stadt hinaus sichtbar.

Großbrand in Autohaus

redis24/TimeBreak21

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