Reduzierte Förderung der Windenergie

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Altötting - ÖDP-Kreisvorsitzender Reinhard Retzer schreibt MdB Stephan Mayer und fordert Widerspruch gegen reduzierte Förderung der Windenergie, vorallem in Süddeutschland:

Mehr Geld für Konzernanlagen auf dem Meer, weniger Geld für bayerischen Windstrom? Das behindert die Windkraft in unserer Region! Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Änderungen bei der Windkraft-Förderung - höhere Einspeisevergütung für Offshore-Anlagen bei gleichzeitiger Kürzung der Vergütung für Strom aus Binnenlandanlagen - benachteiligen nach Ansicht des ÖDP-Kreisvorsitzenden Reinhard Retzer kommunale und mittelständische Windkrafterzeuger im Binnenland. Gleichzeitig würde durch die geplante Änderung die gewünschte Dezentralisierung der Stromerzeugung behindert, meint ÖDP-Kreisrat Retzer.

Er hat sich deshalb an den Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer gewandt und von ihm "Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung" verlangt. Als Abgeordneter aus Bayern solle sich Mayer für eine gerechte Förderung aller Windkraftanlagen, gerade auch der mittelständisch betriebenen Binnenlandanlagen, einsetzen. Anlagen im Meer seien derart kapitalintensiv, dass sich nur große Konzerne diese Investitionen leisten können. Die gewünschte Stärkung kommunaler und mittelständischer Erzeugungsstrukturen werde durch die bessere Vergütung für Strom aus solchen kapitalintensiven Anlagen verhindert - vor allem dann, wenn diese bessere Förderung durch eine weitere Kürzung bei Binnenlandanlagen finanziert wird, wie es die Berliner Pläne vorsehen. Wörtlich schreibt Retzer an Mayer: "Im Freistaat Bayern wird in letzter Zeit stärker denn je über den Ausbau der Windenergie geredet. Eine Reduzierung der Förderung für den Ausbau der Windkraft im Binnenland würde für die anzustrebende dezentrale regenerative Energieversorgung, nicht zuletzt in unserer Heimatregion, einen herben Rückschlag bedeuten." Es sei sinnvoll, Windstrom gerade auch in den südlichen Bundesländern zu erzeugen, um so auch das Problem des Netzausbaus zu entschärfen. Eine Luxusförderung für Anlagen auf dem Meer komme einer Subventionierung großer Konzerne gleich.

Reinhard Retzer, Kreisrat und Gemeinderat

Rubriklistenbild: © pa

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