Polizei schickt Neonazis nach Hause

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Altötting - Nach einer angemeldeten NPD-Kundgebung am Freitag in Töging traten etwa 20 Personen aus dem Teilnehmerkreis anschließend noch in Altötting geschlossen in der Öffentlichkeit in Erscheinung. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Der NPD-Kreisverband Altötting hatte die Kundgebung für den Zeitraum von 17 bis 21 Uhr am Volksfestplatz in Töging angemeldet. Das Landratsamt Altötting als Sicherheitsbehörde erließ einen entsprechenden Bescheid mit Auflagen. Die Veranstaltung mit etwa 25 Teilnehmern wurde von der Polizei Altötting mit Unterstützung durch die Bundespolizei betreut und verlief störungsfrei.

Vorzeitig wurde die Kundgebung vom verantwortlichen Versammlungsleiter gegen 18 Uhr für beendet erklärt. Etwa eine Stunde später tauchte ein Großteil der Teilnehmer aber plötzlich in Altötting auf und marschierte mit den zuvor benutzten Transparenten und Parolen skandierend über den Kapellplatz und die Marienstraße.

Der Auftritt löste Aufsehen unter dem zufällig Zeuge werdenden Publikum aus und es kam zu Unmutsäußerungen wie „Nazis raus“.

Der Polizei gelang es schließlich, die Personalien von 15 an dem Marsch beteiligten Personen festzustellen. Ihnen wurde ein Platzverweis erteilt. Der für die vorangegangene Kundgebung in Töging verantwortliche Veranstaltungsleiter distanzierte sich von dem Geschehen.

Dafür ermittelt die Kripo Traunstein nun gegen einen 28-jährigen Mann aus Cham. Ihm wird als mutmaßlichen Rädelsführer der als nicht genehmigte Versammlung eingeschätzten Aktion in Altötting ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen.

Rubriklistenbild: © dpa

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