Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

Werkfeuerwehr stoppt Austritt

Nach Chlorgasaustritt im Chemiepark Gendorf: Mehrere Verletzte

Nach Chlorgasaustritt im Chemiepark Gendorf: Mehrere Verletzte

Plagiatsvorwürfe gegen CSU-Generalsekretär aus Töging

Universität will Hubers Doktorarbeit rasch prüfen - Aber Dauer offen

Martin Huber (CSU)
+
CSU-Generalsekretär Martin Huber

Die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) will die Doktorarbeit des neuen CSU-Generalsekretärs Martin Huber so rasch wie möglich prüfen.

München - „Die Dauer dieser Prüfung ist momentan noch nicht absehbar, ein möglichst zügiger Abschluss wird angestrebt“, teilte die Universität am Montag auf dpa-Anfrage mit. Rein rechtlich gesehen darf Huber, der die LMU selbst um Überprüfung seiner Arbeit gebeten hat, seinen Doktortitel währenddessen weiterführen und muss ihn nicht ruhen lassen: „Während der Prüfung ist ein Ruhenlassen der Titelführung in der Promotionsordnung nicht vorgeschrieben.“

Angesichts im Raum stehender Plagiatsvorwürfe hatte Huber die LMU „aus Gründen der Transparenz“ gebeten, seine Arbeit erneut zu überprüfen. „Meine Doktorarbeit wurde von mir nach bestem Wissen und Gewissen erstellt“, teilte Huber am Wochenende mit. Am Freitag war er von CSU-Chef Markus Söder zum neuen Generalsekretär gekürt worden - als Nachfolger für den zuvor zurückgetretenen Stephan Mayer.

Einen nachträglichen Entzug des Doktortitels müsste Huber selbst im schlimmsten Fall möglicherweise nicht fürchten. Denn die Universität teilte weiter mit: „Nach der im Jahr 2007 gültigen Promotionsordnung für die Grade des Dr. phil. und Dr. rer. pol. ist eine nachträgliche Feststellung des Nichtbestehens der Doktorprüfung im Falle einer Täuschung, in deren Folge der Doktorgrad entzogen wird, nur fünf Jahre nach Erteilung des Bescheids möglich.“ Dennoch werde der zuständige Promotionsausschuss die wissenschaftliche Qualität der Arbeit nun erneut prüfen und dem Täuschungsvorwurf nachgehen.

Hintergrund sind Vorwürfe des Plagiatsforschers Jochen Zenthöfer, der in der „Bild am Sonntag“ von Zitaten ohne oder mit falscher Quellenangabe in der Dissertation sprach. Der dpa sagte Zenthöfer, die Maßstäbe des guten wissenschaftlichen Arbeitens seien in der Dissertation nicht eingehalten worden. Die Fehler gingen über einzelne Fehler bei der Zitierweise hinaus. Es sei ein Stadium erreicht, an dem die Universität die Arbeit überprüfen müsse.

Huber hatte 2007 eine Arbeit mit dem Titel „Der Einfluss der CSU auf die Westpolitik der Bundesrepublik Deutschland von 1954-1969 im Hinblick auf die Beziehungen zu Frankreich und den USA“ vorgelegt.

dpa

Kommentare