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Blutmonitoring im Landkreis Altötting

PFOA im Blut? Neue Untersuchung zur Belastung mit dem Umweltgift startet

Die Karte zur Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial. Das Stadtgebiet von Burghausen ist dabei nicht betroffen.
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Die Karte zur Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial.

Jahrzehntelang war das Trinkwasser im Landkreis Altötting mit der Chemikalie PFOA vergiftet. Nun soll das Blut der Bürger erneut auf das Umweltgift getestet werden.

Landkreis Altötting – Insgesamt 965 Bürger aus dem Landkreis Altötting wurden in den letzten Wochen vom Landratsamt zur Wiederholung eines Blutmonitorings eingeladen. Sie waren bereits im Jahr 2018 zum ersten Mal auf die Chemikalie PFOA getestet worden, welche jahrzehntelang das Trinkwasser im Landkreis kontaminierte. Das Umweltgift war in einem Industriebetrieb in Gendorf zur Herstellung von Fluorpolymeren eingesetzt worden, wodurch es in Teilen des Landkreises Altötting zu einer großflächigen Kontamination der Umwelt kam.

Auch 47 Kinder und Babies werden getestet

Die erneute Testung soll ab dem 20. Juni im Impfzentrum Neuötting stattfinden. Auch 47 Kleinkinder und Babies werden dabei untersucht. Betroffen sind Bürger aus den Gemeinden Kastl, Tüßling, Burgkirchen (ohne Hirten), Emmerting, Neuötting und Winhöring, Altötting, Haiming, Marktl und Stammham. Ziel des Monitorings ist es, festzustellen wie deutlich die PFOA-Belastung nach den umfassenden Maßnahmen zur Trinkwasseraufbereitung zurückgegangen ist.

Inklusive: Untersuchung von Covid-Antikörpern

Im Frühjahr 2018 wurde die Sanierung der Trinkwasserversorgung im Landkreis Altötting abgeschlossen. Alle Trinkwasserwerte liegen seit 2018 deutlich unter dem Grenzwert für empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Dieser wurde im Jahr 2019 vom Umweltbundesamt auf 0,05µg pro Liter festgelegt. Die Folgestudie schließt zusätzlich ausserdem eine Untersuchung von Antikörpern mit ein, um Hinweise zu einem möglichen Einfluss der PFOA-Belastung auf die Impfantwort zu erhalten.

Jede Blutprobe wird vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit individuell untersucht. Nach Beendung der Untersuchung werden die getesteten Personen in einem Schreiben über das Ergebnis informiert. Bürger mit Fragen zu PFOA können sich an die PFC-Infoline wenden: 09131 6808-2497 wenden.

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