Organisiertes Betteln am Kapellplatz

Altötting - Derzeit scharen sich wieder vermehrt Bettler um die Stiftskirche. Laut Kapellplatzsondernutzungssatzung ist Betteln aber verboten.

Schon seit dreit bis vier Jahren tauche das Problem mit den Bettlern immer wieder auf, erklärt Richard Unterreiter, stellvertretender Ordnungsamtsleiter, im Alt-Neuöttinger Anzeiger.  

Während zu Beginn vor allem Rumänen in Altötting gebettelt hatten seien es aktuell überwiegend Slowaken.  „Und sie erzählen die phantasievollsten Geschichten: Dass sie fünf hungrige Kinder zu Hause haben oder dass die Mutter kürzlich gestorben ist.“ So Unterreiter im Anzeiger. Er sieht die Bettler als das letzte Glied in einer langen Kette. Irgendwo im Hintergrund halte sich der „große Macker“ auf, wahrscheinlich sogar im Umkreis von Altötting. Die Polizei kann fast nichts gegen die Bettler unternehmen, außer sie vom m Kapellplatz zu verweisen, sobald sie sie sehen und das erbettelte Geld zu beschlagnahmen.  

Wie Thomas Kowatschewitsch, Mesner in der Stiftskirche, berichtet, halten sich die Bettler wegen der Polizei mittlerweile auch schon direkt in der Kirche auf. Das Geld, das man den Bettlern gebe, komme nur seinem Boss zu Gute, nicht ihm selbst. Es handle sich um „organisiertes Betteln“.

Rubriklistenbild: © dpa

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