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Nicht nur Landwirte für ökologischen Landbau begeistern

Ökomodellregion im Landkreis Altötting kommt in Schwung

Ökomodellregions-Chefin Amira Zaghdoudi und Altöttings Umweltreferent freuten sich am
vergangenen Freitag über den gelungenen Auftakt der Altöttinger Marktschwärmerei
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Ökomodellregions-Chefin Amira Zaghdoudi und Altöttings Umweltreferent freuten sich am vergangenen Freitag über den gelungenen Auftakt der Altöttinger Marktschwärmerei
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Die Ökomodellregion im Landkreis Altötting kommt immer mehr in Schwung, daher hat auch der Stadtrat kürzlich beschlossen, das Engagement zu verlängern.

Altötting - Der Altöttinger Stadtrat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Verlängerung des Engagements mit der Ökomodellregion Inn-Salzach. Zuvor hatte Projektleiterin Amira Zaghdoudi die Fortschritte der Initative in den vergangenen drei Jahren skizziert. So konnte man beispielsweise den prozentualen Anteil der ökologisch produzierten Waren im Landkreis in den vergangenen beiden Jahren bereits um zwei Prozent steigern. „Das Ziel, den Anteil der Ökoprodukte bis 2024 auf 12% zu steigern, bleibt definitiv eine Herausforderung!”, erklärte die Spezialistin für ökologische Landwirtschaft.

Ziel der Ökomodellregion ist es aber nicht nur, Landwirte für den ökologischen Landbau zu begeistern. Aktuell befinde man sich beispielsweise in Verhandlungen mit den Kantinen der großen Industriebetriebe in Burghausen und Burgkirchen, um auch dort die Bereitschaft zu erhöhen, mehr ökologisch produzierte Zutaten zu verwenden, selbst wenn diese mit einem Aufpreis verbunden sind. „Wenn es sichere Abnehmer gibt, sind unsere Landwirte auch eher bereit, den Mehraufwand in Kauf zu nehmen”, begründete Amira Zaghdoudi diese Maßnahme.

Weitere Aufgabe von Ihr und vor Allem ihrer neuen Kollegin Annalena Brams, die aktuell auch Bayerns Bio-Königin ist, bezeichnete die Leiterin der Ökomedellregion auch die Bildungsarbeit an den Schulen und Kindertageseinrichtungen. Im Rahmen der “GemüseAckerdemie” hätten schon mehrere erfolgreiche Veranstaltungen stattgefunden, bei denen Kindern der Unterschied zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft näher gebracht worden sei. In diesem Zusammenhang schlug Christian Pöllner(CSU) vor, hier auch einen Kontakt zum geplanten Naturkindergarten in der Osterwies herzustellen, um dieses Wissen aus erster Hand zu vermitteln.

Gelungener Auftakt der Altöttinger Marktschwärmerei

In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen
In Altötting will man immer mehr auf ökologische, regionale Produkte setzen  © pbj

Auch wollte der CSU-Fraktionssprecher wissen, warum der Anteil der Ökobauern im Landkreis mit gut acht Prozent nach wie vor noch sehr gering sei. Dies begründete die Expertin unter Anderem mit dem Fehlen passender Ausrüstung: “Als Extrembeispiel könnte ich einen Nebenerwerbslandwirt nennen, der seine zwei gepachteten Hektar explizit nur mit der Hand bewirtschaften will”, so Amira Zaghdoudi. FW-Fraktionssprecher Konrad Heuwieser wollte von der Spezialistin wissen, was sie von den großen Gewächshäusern hält, von denen aktuell bei Weiding wieder eines gebaut wird. Solche Gewächshäuser seien gut, um die regionale Versorgung mit saisonalen Lebensmitteln zu ermöglichen. “Auch wenn da nicht alle Betriebe schon ökologisch arbeiten, kann man daher dagegen nichts einwenden”, erklärte Amira Zaghdoudi.

Anschließend kam die Projektleiterin auf das aktuellste Projekt zu sprechen. In Zusammenarbeit mit dem Umweltreferenten der Stadt Altötting, Anton Dingl (FW) die “Marktschwärmerei” organisiert. Dabei könne jedermann bis Mittwochabend über das Internet unter https://marktschwaermer.de bei regionalen Bioerzeugern die gewünschten Waren bestellt und diese dann am Freitag von 17 bis 19 Uhr am Altöttinger Bahnhof abholen. Angeboten würden neben Gemüse, Rindfleisch, Kaffee, Eiern und Milchprodukten beispielsweise auch Nudeln und andere regional erzeugte Biowaren. “Zum Auftakt haben 25 Käufer bei den bisher 16 Anbietern Waren im Wert von 800 Euro bestellt. Nicht schlecht für das erste Mal!”, freute sich Stadtrat Anton Dingl am vergangenen Freitag. Die Kaufabwicklung vorab über das Internet habe hervorragend funktioniert und es habe auch bei der Abholung alles reibungslos geklappt. So erklärten das zumindest die Kunden beim ersten Mal.

pbj

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