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Nachgefragt in Kreisen Altötting, BGL und Traunstein

Impfstart mit Novavax-Vakzin: Landratsämter appellieren an Bevölkerung

Erste Imfpungen mit Novavax
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Aufgezogene Spritzen mit dem Impfstoff Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax liegen in einer Schale.

Der Impfstoff Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax war Hoffnungsträger für ein Wiederaufleben der teils eingeschlafenen Impfkampagne. Wir haben uns bei den Landratsämtern der Kreise Altötting, Berchtesgadener Land und Traunstein erkundigt, ob die Nachfrage nach Impfterminen gestiegen ist.

Kreise Altötting/Berchtesgadener Land/Traunstein - „Wie wir bereits am Freitag der vergangenen Woche kommuniziert haben, wird das Impfzentrum des Landkreises Altötting am Freitag, den 4. März von 14 bis 18 Uhr die ersten Impfungen mit dem Impfstoff der Firma Novavax durchführen. Am Mittwoch gab es also noch keine Impfungen mit Nuvaxovid“, berichtet Pressesprecher Dr. Robert Müller, „Für die bevorstehenden Impfungen kann sich das Personal derjenigen Einrichtungen, die der so genannten ‚einrichtungsbezogenen Impfpflicht‘ unterliegen, online unter impfzentren.bayern.de anmelden. Aktuell liegen uns diesbezüglich leider erst 10 Anmeldungen vor.“

„Wir weisen daher erneut darauf hin, dass auch alle übrigen an einer Impfung mit Novavax interessierten Bürgerinnen und Bürger nicht gebuchte Impftermine am selben Tag von 16 bis 18 Uhr ohne Anmeldung wahrnehmen können“, fährt Müller fort. Dabei könne es allerdings zu Wartezeiten kommen. „Auch am Dienstag, den 8. und am Freitag, den 11. März wird Novavax zu den gleichen Zeiten im Impfzentrum in Neuötting verimpft werden.“

Impfstart mit Novavax: Die Lage in den Kreisen Altötting, BGL und Traunstein

„Im Vorfeld gab es vereinzelte Anfragen, diese bewegen sich im niedrigen zweistelligen Bereich“, berichtet Alexandra Rothenbuchner, Pressesprecherin des Landratsamts Berchtesgadener Land, „Aufgrund der bisherigen Erfahrungen bei der Impfstofflieferung hat sich die Impfzentrumsleitung dafür entschieden, eine Terminierung ab Freitag, dem 4. März zu ermöglichen. Im Zeitraum von Freitag, den 4. März bis Samstag, den 12. März wurden bisher 37 Termine mit Novavax gebucht.“ Im Impfzentrum des Landkreises Traunstein wiederum stünden Termine für eine Impfung mit dem Novavax-Impfstoff ab Donnerstag, den 3. März zur Verfügung, berichtet Landratsamts-Pressesprecherin Laura Lockfisch.

Was ist der Novavax-Impfstoff?

Nuvaxovid (NVX-CoV2373), wie der Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Novavax amtlich heißt, ist ab 18 Jahren zugelassen und es werden zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff. Das bedeutet, er basiert auf einer anderen Technologie, als die bisher zumeist eingesetzten mRNA-Corona-Präparate von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben.

Bei einem proteinbasierten Impfstoff werden dem Körper virusähnliche Partikel gespritzt, damit er gezielt Antikörper bilden kann. Die bisher verwendeten MRNA-Impfstoffe dagegen regen den Körper dazu an, selbst ungefährliche Kopien des Spike-Proteins herzustellen, gegen die wiederum Antikörper gebildet werden. Nuvaxovid enthält nur gentechnisch hergestellte Elemente des Coronavirus und wird daher eigentlich nicht zu den sogenannten Totimpfstoffen gezählt.

„Bis dato ist die Nachfrage sehr gering. Eine Terminvereinbarung ist dann über die gewohnten Anmeldewege online über BayIMCO oder die Telefonhotline des Impfzentrums unter der Telefonnummer 08621/50800 möglich“, fährt Lockfisch fort. „Der Impfstoff steht zunächst nur Personen zur Verfügung, die in medizinischen Einrichtungen tätig sind, wie beispielsweise dem Pflegepersonal. Ein entsprechender Nachweis ist mitzuführen.“

Impfstart mit Novavax-Vakzin Nuvavoxid schleppend angelaufen

Der Impfstart mit dem Novavax-Vakzin lief in vielen Bundesländern nur schleppend an. In Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland wurden die ersten Dosen des Coronavirus-Impfstoffes bereits am Samstag (26.2) verabreicht. Weitere Bundesländer zogen am Montag nach, Bayern startete am Mittwoch. Doch die Kampagne verläuft offenbar nicht wie gehofft, weshalb schon einen Tag nach dem Start der Impfkampagne die Priorisierung mancherorts ausgesetzt wurde, wie unser Partnerportal merkur.de berichtet*. Die Hoffnungen der Bundesregierung, mit dem Novavax-Vakzin wieder Schwung in die Impfkampagne zu bringen, scheinen sich damit aktuell noch nicht zu erfüllen. Zunächst sollte Nuvavoxid, wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ab Mitte März, vorrangig ungeimpften Beschäftigten des Gesundheitswesens zur Verfügung stehen, so die Gesundheitsminister der Länder.

Auch in der Region hatten Hoffnungen auf Nuvavoxid geruht. Er hege „große Hoffnung“, das sich dadurch mehr Menschen zu einer Impfung bewegen ließen, berichtete etwa Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamts Rosenheim gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Beispielsweise auch die Apotheken im Kreis Rosenheim bereiteten sich auf einen großen Ansturm vor. Doch die Nachfrage sei so gering, dass er derzeit noch keine Impffläschchen öffnen könne, so beispielsweise Apotheker Dominik Simon im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Denn es brauche mindestens sechs Impfwillige pro Fläschchen, sonst müsse der Rest weggeworfen werden.

hs

*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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