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Aktuelle Analyse und Langzeitentwicklung

Nicht die Städte, sondern diese kleinen Dörfer sind Altöttings Corona-„Hotspots“

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Die Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle im Landkreis Altötting stagniert auf einem hohen Niveau. Die Analyse zeigt aber, dass es nicht die Städte sind, die momentan besonders mit dem Virus belastet sind, sondern kleine Gemeinden.

Landkreis Altötting - Die Zahl stagniert auf dem Niveau der Vorwoche: 250 aktuell Corona-Infizierte vermeldet das Landratsamt Altötting am Mittwoch (22. September). Nachdem es über Wochen immer Kommunen gab, die keinen nachgewiesenen Corona-Fall in ihren Reihen hatten, ist das Virus jetzt wieder in allen Gemeinden im Landkreis Altötting angekommen. Halsbach hielt sich lange „Corona-frei“, auch von dort wurden jetzt zwei Fälle gemeldet.

Aktuelle Corona-Analyse für den Landkreis Altötting

Schaut man sich an, welche Kommunen im Verhältnis zur Einwohnerzahl am stärksten mit dem Coronavirus belastet sind, sind es kleine Gemeinden, die hier die Nase vorn haben. Wie schon in der Vorwoche ist auch jetzt wieder Feichten am stärksten betroffen. Die 15 „aktiven“ Fälle machen dort 1,2 Prozent der Bevölkerung aus. Es folgen Perach mit 0,78 Prozent (zehn Fälle), Tyrlaching mit 0,67 Prozent (sieben Fälle), Kirchweidach mit 0,57 Prozent (15 Fälle) und Teising mit 0,54 Prozent (zehn Fälle). Alle anderen Orte liegen unter der Schwelle von 0,5 Prozent an infizierter Bevölkerung. Zum Vergleich: Im Landkreis-Schnitt sind es aktuell 0,22 Prozent.

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 22. September.

In den Städten, mit Ausnahme von Töging, ist das Infektionsgeschehen momentan dagegen rückläufig. Am deutlichsten sinken die Zahlen in Neuötting und Altötting. Betrachtet man nur die absolute Zahl der aktuell Corona-Infizierten liegen die großen Orte aber natürlich trotzdem vorne: Altötting und Burghausen vermelden aktuell jeweils 36 „aktive“ Fälle, in Töging sind es 32. Dann folgen aber schon Feichten und Kirchweidach mit jeweils 15. Auch in Garching liegt die Zahl der aktuell Infizierten bei 15.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Altötting.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 212 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. Zwölf Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit in einem Krankenhaus untergebracht, zwei von ihnen müssen auf einer Intensivstation behandelt werden. Betrachtet man die Neuinfektionen des gestrigen Dienstags, sind unter den 17 Fällen zwei Reiserückkehrer.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

xe

Rubriklistenbild: © Pixabay tassilo111

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