Stadt wird sich nicht bewerben

Auch künftig keine Hochschule in Neuötting

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Glückliche Absolventen am Neuöttinger Stadtplatz? Szenen wie in dieser Fotomontage wird es auch künftig nicht geben. Die Stadt bewirbt sich nicht um die neue Hochschule
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Neuötting - Keine Grundstücke und zu geringe finanzielle Ressourcen: Die Stadt Neuötting wird sich nicht um den neuen Hochschulstandort im Landkreis bewerben.

Es war ein gewagter Vorstoß und er war letztlich nicht von Erfolg gekrönt. Stadtrat Martin Ober (Grüne) hatte beantragt, dass sich die Stadt um die Hochschul-Außenstelle bewirbt, die der Landkreis bereits im nächsten Jahr bekommen soll. Am Donnerstagabend votierte der Stadtrat mit nur einer Gegenstimme gegen eine Bewerbung, das Gremium sah sich im Vergleich mit der Stadt Burghausen, dem mutmaßlichen Favoriten im Rennen um die Hochschule, zu klar in der Außenseiterrolle.

Ober hatte den Antrag in der Februarsitzung des Stadtrats gestellt, danach hatte ein Arbeitskreis getagt, um die Möglichkeit einer Bewerbung näher zu beleuchten. Wie Bürgermeister Peter Haugeneder am Donnerstag berichtete, sei ein Großteil der Gremiumsmitglieder der Meinung, man könne die erforderlichen Unterlagen für eine Bewerbung nicht einbringen - etwa hinsichtlich der Grundstücke, die man anbieten könnte, oder hinsichtlich der finanziellen Ressourcen. Ohne einen Namen zu nennen sagte Haugeneder, man könne mit der favorisierten Stadt nicht in Konkurrenz treten.

"Die Chancen sind zu kurz gekommen"

Antragssteller Martin Ober sieht das anders. "Ich bin anderer Meinung, nach wie vor. Wir sollten das Thema nicht beiseite legen." Der Grünen-Stadtrat erklärte, er sei vom Arbeitskreis überrascht gewesen. "Wir haben zu viel über Probleme gesprochen und kaum über Chancen. Die Chancen sind zu kurz gekommen." Er hätte erwartet, dass man verschiedene Szenarien durchdenkt und Gespräche sucht, sagte Ober. Stattdessen habe man im Arbeitskreis eine ganze "Litanei aufgeführt, was gegen uns spricht".

Auch Veit Hartsperger (CSU) zeigte sich enttäuscht. "Ich finde sehr schade, was aus diesem Antrag geworden ist." Er hätte erwartet, dass im Arbeitskreis auch mal die Karte aufgeklappt werde, so Hartsperger, der anregte, dass sich das Gremium noch einmal zusammensetzt, um das Thema FOS/BOS zu besprechen. "Meine Meinung dazu ist, dass wir viel realistischere Chancen haben, die FOS/BOS im Mittelzentrum unterzubringen."

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