Das sagt der Erste Bürgermeister zu den Ergebnissen

Stadtumfrage Neuötting: War das wirklich alles so erwartbar?

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War das wirklich alles so zu erwarten? Das sagt Neuöttings Bürgermeister zu den Ergebnissen der Stadtumfrage.
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Neuötting – „Das ist klasse in und das geht gar nicht“: Insgesamt 1831 Stimmen haben unsere Leserinnen und Leser abgegeben. innsalzach24.de hat den Ersten Bürgermeister Peter Haugenender (SPD) zu den Ergebnissen befragt.

Das ist klasse“ und „Das geht gar nicht“: Jeder konnte jeweils maximal drei von insgesamt zehn Punkten auswählen. Freilich ist das keine wirklich repräsentative Umfrage aber die Ergebnisse zeigen in eine deutliche Richtung und wie es scheint, sind die angesprochenen Pros und Contras über die Innstadt auch im Rathaus bekannt.

Das finden die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer toll in Neuötting:

483 Personen haben insgesamt 833 Stimmen abgegeben. Das kam dabei raus:

  • Sieger ist „Der Stadtplatz ist toll“. 26,17% der Stimmen entfielen auf diesen Punkt. In Stimmen ausgedrückt sind das 218.
  • Platz Zwei geht an „Es ist mehr geboten als in Altötting aber nicht so überlaufen in Burghausen." 13,69% entsprechen 114 Stimmen.
  • Platz Drei geht an den Gaudiwurm am Faschingssamstag. Er hat 11,64% erreicht. 97 Leserinnen und Leser finden, dass der Gaudiwurm immer einen Besuch wert ist.

War das wirklich so erwartbar?

Bürgermeister Peter Haugenender spricht im Telefonat mit innsalzach24.de ruhig und besonnen und irgendwie so gar nicht emotional zu den Ergebnissen zu „Was uns an Neuötting gefällt“. Es scheint, als war das so zu erwarten. Gefragt, warum das Stadtfest und das Kreishallenbad, das auf dem Gebet der Stadt Neuötting steht, seiner Meinung nach so wenig Stimmen bekommen haben, meint Haugeneder

  • zum Stadtfest: Die geringen Stimmen in der Leserumfrage würden wohl daran liegen, dass es nur alle zwei Jahre stattfindet. Die Besucherzahlen seien gut, es werde von Seiten der Stadt viel dafür getan. Dieses Jahr gibt es kein Stadtfest in Neuötting. Die Stadt wechselt sich regelmäßig mit Altötting ab: in Jahren mit einer ungeraden Jahreszahl ist Neuötting dran. 2018 ist gerade. Da feiert Altötting wieder Stadtfest und in Neuötting gibt es dafür das Bürgerfest der Freiwilligen Feuerwehr.
  • zum Kreishallenbad: Froh sei er um diese Einrichtung im Stadtgebiet auch wenn darauf nicht so viele Stimmen entfielen. Das liege wohl an persönlichen Vorlieben der älteren Leserinnen und Leser von innsalzach24.de. Das Kreishallenbad sei wichtig gerade für die Schulkinder. Schwimmen können sei wichtig und in den letzten 40 Jahren habe sich das Bad gerade in diesem Zusammenhang unerlässlich gemacht.

Das finden die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer schlecht in Neuötting:

597 Personen haben insgesamt 998 Stimmen abgegeben. Das kam dabei raus:

  • Was die Teilnehmerinnen und Teinehmer an der Umfrage am meisten stört ist die Verkehrssituation am Burghauser Tor. "Der Verkehr staut sich zurück und es gibt viele rücksichtslose Autofahrer." 209 Stimmen entfielen auf dieses Thema. Das macht mit 20,94% der Stimmen Platz 1
  • Dass der Stadtplatz, respektive die Ludwigstraße zu einer Durchgangsstraße verkommt, erhielt 195 Stimmen und steht damit auf Platz zwei. Das macht 19,54%.
  • Es gibt offenbar zu wenig Gastronomie am Stadtplatz. Jedenfalls erreichte dieses Thema 173 Stimmen und das macht mit 17,33% Platz Drei.

Durchgangsverkehr vs. Quellverkehr:

Dass die Ludwigstraße in Neuötting eine Durchfahrtsstraße steht schon im Namen. Eigentlich aber handelt es sich aber bei dieser Straße um den Stadtplatz. Peter Haugeneder bestätigt im Gespräch mit innsalzach24.de die Probleme am Burghauser Tor und auch, dass der Stadtplatz eine Durchfahrtsstraße ist. Entsprechende Verkehrszählungen hätten ergeben, dass sich der Verkehr 50/50 aufteilt.

Die eine Hälfte fährt wirklich nur durch. Warum? Neuötting verfügt über keine geeigneten Umgehungen zum Stadtplatz. Soll heißen: Wer da durch bzw. vorbei will weil er wo anders hin will, der muss da durch. Wegen der fehlenden Umgehungen, welche ein derartiges Verkehrsaufkommen verkraften könnten, sei jeder Gedanke an eine Einbahnstraßen Regelung über den Stadtplatz unsinnig. Aufgrund seiner Bauweise mit langer Geschichte biete der Stadtplatz auch ein Durchfahrtserlebnis. Beispiel: Sommer, Sonne, Cabrio. Da will man gern mal „cruisen“.

Die andere Hälfte fährt wirklich nur nach Neuötting auf den Stadtplatz, weil sie dort was erledigen will und/oder muss. Man sei sich durchaus der Parkplatzproblematik bewusst, so Haugeneder, aber man stehe noch immer zu einer Entscheidung aus den 90ern des letzten Jahrtausends, den Parkraum am Stadtplatz nicht zu bewirtschaften: Parken ist kostenlos aber zeitlich begrenzt und das soll auch so bleiben.

Lesen Sie mehr am Samstagmittag.

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