Großeinsatz nach schwerem Schulbusunglück in Neuötting

Polizei zieht Bilanz: Busfahrer schwer verletzt, 33 Kinder in Klinik

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Neuötting - Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Donnerstagmittag auf der Landshuter Straße. Ein vollbesetzter Schulbus krachte gegen einen stehenden Kieslaster. Der Busfahrer wurde schwer verletzt. Zudem erlitten auch insgesamt 39 Kinder Blessuren.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Schwerer Unfall zwischen Kieslaster und Schulbus am Donnerstag gegen 13.20 Uhr
  • Busfahrer schwer verletzt, 39 Kinder verletzt
  • Rettungskräfte mit Großaufgebot im Einsatz
  • Sachschaden beträgt rund 50.000 Euro
  • Unfallursache und Hergang noch völlig unklar

UPDATE, 19.10 Uhr - Bilanz der Polizei

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am Donnerstag, 27. Juni, gegen 13.15 Uhr, kam es auf der Landshuter Straße in Neuötting zu einem schweren Unfall mit einem Schulbus. Hierbei wurden der Busfahrer sowie mindestens 39 Kinder teilweise schwer verletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. 

Am frühen Donnerstagnachmittag fuhr ein Schulbus besetzt mit etwa 50 Schulkindern von Neuötting nach Tüssling. Auf der Landshuter Straße in Richtung stadtauswärts fuhr der Bus etwa auf Höhe Am Hergraben auf einen stehenden, mit Kies beladenen Lkw auf. Der Busfahrer sowie zwei weitere Kinder mussten von den herbeieilenden Rettungskräften aus dem Bus befreit werden. Die restlichen Kinder konnten den Bus selbstständig verlassen und wurden teilweise in einem unmittelbar an der Unfallstelle befindlichen Supermarkt erstversorgt. Nicht nur die Rettungskräfte kümmerten sich in sofort neben der Unfallstelle errichteten Einsatzzelten um die Verletzten, auch die Mitarbeiter des Supermarktes versorgten die zum Teil unter Schock stehenden Kinder mit Getränken und Eis

Der durch den Unfall schwerverletzte 60-jährige Busfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt wurden bei dem Unfall zudem ein Kind schwer, neun Kinder mittelschwer und 29 Kinder leicht verletzt. 33 von ihnen wurden durch die zahllosen Rettungskräfte in umliegende Krankenhäuser gebracht. Sechs Kinder wurden von ihren Eltern direkt an der Unfallstelle abgeholt und selbst zum Arzt gebracht. 

Zur Ermittlung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Traunstein ein unfallanalytisches und technisches Gutachten in Auftrag gegeben. An der Unfallstelle befanden sich zeitweise vier Hubschrauber, zwei davon aus dem benachbarten Österreich. Die Ermittlungen vor allem zum genauen Unfallhergang werden noch einige Tage in Anspruch nehmen. An der Unfallstelle befanden sich etwa 50 Feuerwehrkräfte aus Neuötting, Altötting, Raitenhart und Winhöring. Die Rettungsdienste des BRK, der Johanniter sowie von Flymed wurden zusätzlich von ihren österreichischen Kollegen unterstützt. Auch ein Kriseninterventionsteam war vor Ort. Der an den Fahrzeugen entstandene Gesamtschaden dürfte sich auf mehr als 50.000 Euro belaufen.

Pressemeldung Polizei Burghausen

UPDATE, 17.50 Uhr - Das sagt die Polizei

"Der Busfahrer wurde schwer verletzt ins Klinikum nach Salzburg geflogen", erklärte Georg Nieß, Leiter der Polizeiinspektion Altötting, im Gespräch mit unserem Reporter vor Ort. 

Nieß ergänzte, dass zum Unfallzeitpunkt etwa 50 Kinder im Bus waren. 20 Kinder davon wurden verletzt. Die Rede war in diesem Zusammenhang zum Glück "nur" von Leichtverletzten, zwei Kinder seien zudem kurzzeitig eingeklemmt gewesen, berichtet der Bayerische Rundfunk. "Die Kinder sind zwischen acht und 16 Jahre alt und kamen wohl aus verschiedenen Schulen, nicht aus einer speziellen", sagte Nieß.

Gegen 16.30 Uhr wurde der Abtransport des Busses durch ein Abschleppunternehmen vorbereitet. Nieß unterstrich, dass "trotz der vielen Verletzten das Zusammenspiel der Einsatzkräfte hervorragend funktioniert" habe. Weitere Details wurden vor Ort nicht genannt. Dazu müssten erst die weiteren Ermittlungen abgewartet werden.

Großeinsatz nach Schulbus-Unglück in Neuötting

UPDATE, 16.30 Uhr - Sechs Kinder im Krankenhaus

Die betroffenen Kinder, zu deren Identität derzeit noch keine weiteren Angaben vorliegen, scheinen bei dem Unfall Glück im Unglück gehabt zu haben. Nach Angaben des Landratsamtes in Altötting mussten insgesamt Kinder ins Krankenhaus gebracht werden. Fünf davon seien nach kurzer, ambulanter Behandlung bereits wieder entlassen worden. Lediglich ein Kind müsse wohl eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Über den genauen Gesundheitszustand des schwer verletzten Busfahrers gibt es noch keine weiteren Angaben.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind nach wie vor mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle laufen. Inzwischen konnten der verunfallte Lastwagen und der Gelenkbus auseinander gezogen werden. Außerdem wurde ein Gutachter hinzugezogen, der nun Unfallhergang und -ursache ermitteln soll.

Update, 16.11 Uhr: Busfahrer schwer verletzt - Mehrere Kinder in Klinik

Ersten Informationen zufolge wurde der Busfahrer bei dem Unfall schwer verletzt, ein Schüler wurde eingeklemmt, ist aber laut Polizei wohlauf. Mehrere Schüler wurden laut Polizei verletzt und für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Der genaue Unfallhergang ist zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Ersten Erkenntnissen zufolge versuchte der Busfahrer noch ins Bankett auszuweichen, er konnte einen Zusammenprall mit dem Laster aber nicht mehr verhindern. 

Update, 14.52 Uhr: Eltern sollen sich bei Polizei melden

Laut Informationen von vor Ort wurde der Busfahrer schwer verletzt. Mindestens ein weiterer Schüler soll im Bus eingeklemmt worden sein. Vier Hubschrauber wurden zur Einsatzstelle alarmiert. 

Das Landratsamt Altötting bittet betroffene Eltern unter Telefonnummer 08671/96440 mit der Polizei Kontakt aufzunehmen, Auskunft über verletzte Schüler erteilt das Krankenhaus unter Telefonnummer 08671/5091195. 

Update, 14.30 Uhr: Bilder vom Unfallort

Die Lage vor Ort stellt sich sehr unübersichtlich dar. Zahlreiche Einsatzkräfte versuchen weitere Personen aus den Fahrzeugen zu befreien. Rettungskräfte versorgen mehrere verletzte Kinder. Auch Notfallseelsorger sind vor Ort und versuchen Betroffene zu unterstützen und zu beruhigen. 

Update, 13.55 Uhr: Zusammenstoß zwischen Lkw und Schulbus

Offenbar kam es zwischen einem Lkw und einem Schulbus zum Zusammenstoß. Der Bus konnte wohl nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte frontal in das Heck eines Kieslasters. Laut ersten Informationen von vor Ort sollen sich noch Personen in den verunfallten Fahrzeugen befinden. 

Weitere Rettungskräfte wurden zur Einsatzstelle alarmiert.

Erstmeldung:

Am Donnerstagmittag, 27. Juni, ereignete sich auf der Landshuter Straße Höhe Norma ein schwerer Unfall. Laut ersten Informationen soll dort ein Schulbus in einen Unfall verwickelt worden sein. Es sollen mehrere Personen zum Teil schwer verletzt worden sein. Zahlreiche Rettungskräfte sowie ein Hubschrauber sind im Einsatz.

fib, mz, mw, xe

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