Stadtumfrage Neuötting: Das sagt der Bürgermeister

"Was uns in Neuötting nervt": Haugeneder zu den Umfrageergebnissen 

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Stadt Neuötting – „Der Stadtplatz ist toll“ aber: „Er verkommt zur Durchfahrtsstraße“. Das sind zwei Ergebnisse der Umfrage unter den Leserinnen und Lesern von innsalzach24.de. Wir haben den Bürgermeister dazu befragt (Teil 2).

Ist der Mensch mehr Pessimist statt Optimist, sehen wir eher das Schlechte als das Gute, sollte es eigentlich „Der Stadtplatz verkommt zur Durchfahrtsstraße heißen“ aber: „Er ist toll“ statt umgekehrt? Schwierige Frage. Fest steht, dass mehr Personen bei „Was uns in Neuötting nervt“ teilgenommen haben. 597 waren es hier. 483 waren es bei „Was uns in Neuötting gefällt“. Das sind die Zahlen zum offiziellen Ende der Umfrage.

Im ersten Schritt zu dieser Umfrage hatte innsalzach24.de dazu aufgerufen, in den Kommentarfunktionen auf dem Portal oder der dazu gehörigen Facebookseite oder auch direkt via email Positives wie Negatives kund zu tun. Auch hier gab es mehr Zuschriften, was für die eine oder den anderen nicht so toll in Neuötting ist als auf der anderen Seite „Find ich toll“.

Freilich ist diese Umfrage nicht repräsentativ, so wie es etwa die von großen Instituten zu Landtags- und Bundestagswahlen sind, aber die Ergebnisse zeigen ein deutliches Bild. Im Zentrum steht der Stadtplatz mit seiner Ludwigstraße.

„Der Stadtplatz ist toll“ aber: „Er verkommt zur Durchfahrtsstraße“

Beides sei bekannt, so der Erste Bürgermeister Peter Haugeneder zu diesen Ergebnissen der Umfrage. Auch die Probleme am Burghauser Tor gebe es nicht erst seit gestern. Was kann man tun? Haugeneder sieht wenig bis gar keine Möglichkeiten, die Verkehrssituation in der Ludwigstraße zu verbessern. Es gebe keine Umfahrungsmöglichkeiten, welche die Verkehrslast tragen könnten. Damit falle auch die Idee einer Einbahnstraße über den Stadtplatz weg.

Neuötting hat ein Parkplatzproblem am Stadtplatz

Haugeneder berichtet im Gespräch mit innsalzach24.de, dass 2018 ein neuer Parkplatz westlich vom Stadtberg entstehen soll. Zusammen mit den Tiefgaragen sei ausreichend Parkraum in vertretbarer Nähe von wenigen Minuten Fußweg vorhanden, auch für Anwohner. Immerhin 66 von 998 Stimmen in der Umfrage „Was uns in Neuötting nervt“ entfielen auf den Punkt, dass Anwohner keine Parkausweise bekommen. Laut Haugeneder werden sie das auch in Zukunft nicht.

Zuerst die schlechte Nachricht

Die Stadt steht weiter hinter der Entscheidung, den Parkraum am Stadtplatz nicht zu bewirtschaften. Parken bleibt also kostenlos. Es bleibt aber in der Kernzeit auch weiter zeitlich befristet. Der Stadtplatz ist und bleibt also weiter eine Kurzparkzone in dieser Zeit. Die sei ausreichend, um seine Erledigungen zu machen, so Haugeneder.

2017 erkundeten Mitglieder des Stadtrates Neuötting das Stadtgebiet mit dem Rad, insbesondere wegen der Fragen zur Verkehrssituation. 

Der „Dörfl“ wird wieder aufgemacht

Es gibt zu wenig Gastronomie am Stadtplatz“. 177 der insgesamt 998 Stimmen entfielen zum Zeitpunkt des offiziellen Endes der Umfrage auf diesen Punkt. Macht 16,73%. Mit Freude erwarte er die Eröffnung des neuen „Dörfl“, so Haugeneder. Wie die PNP Anfang Januar berichtete, hat ein Paar aus München den Gasthof „Krone“ von Paul Dörfl gekauft und zügig damit begonnen, alles etwas frischer und moderner zu gestalten, wie es heißt. "Wir wollten ein Gasthaus/Hotel in Oberbayern haben." Im September soll Eröffnung sein.

Zu viele lautstarke bis teilweise pöbelnde Passanten?

Dass es in Neuötting überhaupt nur wenig Gastronomiebetriebe gibt, stimmt natürlich nicht. Ob es sich bei den nächtlichen Ruhestörern am Stadtberg, von denen Leserinnen und Leser im Vorfeld zu den eigentlichen beiden Umfragen berichtet hatten, um lautstarke Nachtschwärmer und/oder um die Bewohner der Asylunterkunft handelt – fraglich. Er wisse von derartigen Beschwerden, so Haugeneder. Die Polizei wie auch der von der Stadt beauftragte Sicherheitsdienst würden aber schon seit längerer Zeit regelmäßig von keinen besonderen Vorkommnissen berichten.

„Es sieht aus wie damals, als die Staustufe gebaut wurde“

Mal raus kommen in die Natur, einen Spaziergang machen, den Kopf auslüften, abschalten: Was wäre da nahe liegender für die Neuöttinger, als das am Inn zu tun? Wohl nur wenig, denn schließlich ist die Stadt eine Innstadt. „Es gibt zu wenige Freizeitmöglichkeiten am Inn“. 84 von insgesamt 998 Stimmen entfielen darauf, als wir die Umfrage offiziell beendet hatten.

Die Stadt Neuötting ist eine Innstadt mit langer Geschichte.

rw

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