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Antrag im Bauschuss Altötting

Sonderabfälle, Batterien, Fettabscheider, Speisereste: Welche Boxen will Veolia beim Recyclinghof umlagern?

Elektrogeräte auf dem Recyclinghof
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Elektrogeräte werden auf einem Recyclinghof in einem Container gesammelt. 2020 wurden in Deutschland mehr Elektrogeräte recycelt.

Der Antrag steht sowohl im Bauausschuss Altötting als auch in Neuötting auf der Tagesordnung: Der Abfallentsorger Veolia will neue Lagerboxen am Hergraben errichten. Dabei geht es auch die Einhaltung von Umweltschutzrichtlinien. Kann wirklich nichts Gefährliches ins Grundwasser gelangen?

Altötting/Neuötting - Auf der Tagesordnung des Bau- und Entwicklungsausschusses Neuötting am kommenden Mittwoch (6. Juli) steht folgender Punkt auf der Tagesordnung: Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG, Neuorganisation des Freilagers durch Errichtung und Betrieb von neuen Umlade- und Lagerboxen am Hergraben. Am vergangenen Mittwoch (29. Juni) wurde das Gleiche in Altötting abgehandelt: „Antrag auf Errichtung und Betrieb von neuen Umlade- und Lagerboxen auf den Grundstücken /.../ der Gemarkung Altötting und Flur Nummern 1109/20 (tw) /.../ Gemarkung Neuötting“. Ebenfalls im Bauausschuss bzw. „Planungs- und Umweltausschuss“.

Verständliche Übertragung der Behördensprache - Es geht auch um Sondermüll

Übersetzt bedeutet dieser Antrag, dass der Abfallentsorger Veolia seinen regionalen Recyclinghof am Hergraben 25 umbauen oder erweitern will. Die Stoffe, die dort entsorgt werden oder bald in größerem Umfang entsorgt werden sollen, sind potenziell umweltgefährdend - sollte nicht sichergestellt sein, dass kein unkontrollierter Austritt von giftigen Flüssigkeiten ins Erdreich bzw. Grundwasser geschehen kann. Rein formell ist alles in Ordnung. „Zwei entsprechende Gutachten vom Landratsamt Altötting sind uns übermittelt worden und alle Grenzwerte werden eingehalten“, heißt es auf Nachfrage von innsalzach24.de vom Baureferat der Stadt Altötting.

Verpackungsmüll-Flut: Am Hergraben in Neuötting werden auch Gelbe Säcke gesammelt. Oft sind noch Speisereste an der Behältnissen.

Jeder ist froh, wenn die verschiedenen „Müll-Arten“ gut entsorgt werden

Gerade bei „Sondermüll“, „Fettabscheiderreinigung“ oder „Batterien“ sind die Sicherheitsvorschriften erhöht, damit keinesfalls etwas Giftiges in die Umwelt entweicht. Daher wurde der Veolia-Antrag beim Bauausschuss unter „Vollzug des Bundesimmissionsschutzgesetzes behandelt. Theoretisch ist das eine reine Formalität der Abwicklung einer gesellschaftlich notwendigen und schwierigen Dienstleistung, die im Auftrag der Kommunen von einer privaten Trägerfirma (Veolia) erbracht wird.

Altöttinger Bauausschuss-Mitglieder verlangen Ausweisung einer Feuerwehr-Zufahrt

Jedenfalls bekam Veolia Grünes Licht aus Altötting am 29. Juni - unter kleinen Auflagen. Die Zufahrt für die Freiwillige Feuerwehr muss wieder ausgewiesen werden, sie war im neuen Antrag nicht mehr enthalten. Und die Lieferung von Löschwasser für Altötting muss über die Gemarkung Neuötting weiter sichergestellt sein. Auch die Ausschussmitglieder in Neuötting müssen jetzt noch einen Haken unter den Antrag setzen.

Die beiden Gutachten vom Landratsamt belegen - so die Antwort auf eine Anfrage von innsalzach24.de - dass keine Umweltgefahren bestehen. Die erste Überprüfung der Sachverständigen bezieht sich auf „Luft und Schadstoffe“, Gutachten zwei auf „Schallschutz“.

-rok-

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