Verkehrsexperte soll die Situation analysieren

Lösungen für Parkplatzproblematik am Neuöttinger Stadtplatz gesucht

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Der vor 10 Jahren renovierte Neuöttinger Stadtplatz ist zwar schön, aber eng: wegen fehlender Parkplätze wird in zweiter und teils gar dritter Reihe geparkt. Die regulären Parker werden dabei blockiert.
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Neuötting - Fehlende Parkplätze und die defekte Elektrotankstelle waren Thema in der Sitzung des Stadtrates am Donnerstag. Der beschloss, dass ein Verkehrsexperte die Parkplatzsituation analysieren soll.

Bürgermeister Peter Haugeneder(SPD) schlug den Stadträten zwei Vorschläge zur Erstellung eines Verkehrsgutachtens durch ein Planegger Planungsbüro vor. Der weitergehende Vorschlag, der nun auch einstimmig beschlossen wurde, sieht vor, dass der Verkehrsexperte Christian Fahrnberg drei volle Tage zunächst die Fluktuation der Parker analysieren und Schwerpunkte feststellen soll. 

Vor allem die CSU-Fraktion bemängelte den avisierten Zeitplan, wonach dies erst im kommenden Frühjahr geschehen solle. Ebenso auf Beschleunigung drängte Martin Ober (Bündnis 90/Die Grünen), besonders auch im Zusammenhang mit der seit drei Monaten defekten Elektrotankstelle. Zwar war auch die SPD-Fraktion von Bürgermeister Peter Haugeneder für das umfassendere Vorschlagspaket, nachdem mit Videoanalysen an drei beliebigen Tagen die Hotspots der Parkplatzproblematik auf dem Neuöttinger Stadtplatz ermittelt werden sollen. Doch noch weiter ging die CSU-Fraktion, die darauf drängte, dass die Maßnahme nicht, wie vom Bürgermeister vorgeschlagen, erst im Frühjahr 2020 stattfinden solle. „Außerdem muss man nicht nur Schritt A und B gehen, sondern dann auch den Schritt C tun“, betonte Fraktionssprecher Klaus Angermaier, „denn mit einer Analyse sind noch keine Maßnahmen verbunden!“. 

Damit forderte Angermaier explizit, dass nicht nur analysiert werden, sondern dass das Verkehrsplanungsbüro auch Vorschläge unterbreiten solle, wie man die Problematik lösen könne. Auch SPD-Fraktionssprecher Jürgen Gastel begründete seine Zustimmung zum teureren Gutachtenangebot damit, dass man in Absprache mit dem Wirtschaftsinteressenverband lieber noch mehr Platz für die Kunden der vielen Gewerbetreibenden am Stadtplatz schaffen wolle. Wie Bürgermeister Peter Haugeneder einräumte, datiere die letzte derartige Erhebung zurück in die 1990er Jahre und entspräche in keiner Weise dem gestiegenen Fahrzeugaufkommen. 

Auch seit der Renovierung des Stadtplatzes, die vor ziemlich genau 10 Jahren, nach vierjähriger Bautätigkeit, abgeschlossen wurde, gibt es keine konkreten Analysen und Vorschläge. Neben dem Wirtschaftsinteressenverband haben auch die Rathausmitarbeiter ein reges Interesse an einer Lösung des Problems. Auf ein besonderes Problem wies Stadtrat Martin Ober hin, der bemängelte, dass es nun drei Monate gedauert habe, bis die Elektrotankstelle bei der Stiftskirche St. Nikolaus durch ein Provisorium ersetzt werde, welches nun aber schon wieder nicht funktioniere. „Dauert das dann bis Weihnachten? Und außerdem könnte sie auch gerade aufgestellt werden!“, monierte Ober.

pb

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