Hilfe, wenn sie am nötigsten ist

Sternchenwerkstatt Neuötting: Die Untröstlichen trösten

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Die Sternchenwerkstatt: Franziska Schallmoser (1. v. links, hintere Reihe) und Stefanie Seitz (vorne, 2 v. links) mit ihren Unterstützerinnen.

Neuötting - Es gibt in unserer Region viele private Initiativen, die durch ehrenamtliches Engagement anderen Menschen helfen möchten. Heute stellen wir die „Sternchenwerkstatt“ vor.

Dabei handelt es sich im Kern um die beiden Werkstattgründerinnen Franziska Schallmoser und Stefanie Seitz aus Neuötting. Die beiden jungen Frauen nähen, stricken, häkeln und basteln ehrenamtlich für Frühchen und sogenannte „Sternenkinder“. Letzteres sind Babies, die vor, während oder nach der Geburt sterben. Die betroffenen Eltern sind über ihren Verlust häufig untröstlich. Franziska und Stefanie wollen ihnen mit ihrer Initiative in der schwierigen Zeit zur Seite stehen und Trost spenden.

Für Frühchen gibt es oft keine passenden Kleidungsstücke

Diese Bärchen sollen Eltern und Angehörigen Trost spenden.

Angefertigt werden in der Sternchenwerkstatt vorwiegend Erinnerungsstücke: Perlenengel, Kerzen, Schmetterlinge, Sternenbärchen, Einschlagdecken, Karten, Körbchen und Mützen. Für Frühchen stellt die Werkstatt winzige Kleidungsstücke wie zum Beispiel Bodys, Shirts, Mützen und Hosen her, damit sie sich schnell ins Leben einfinden können. 

Die gefertigten Sachen werden dann an Krankenhäuser in Mühldorf, Passau, Altötting, Rosenheim, Wasserburg und Salzburg sowie an Seelsorger, Frauenärzte und Privatpersonen weitergegeben. Dies erfolgt zu hundert Prozent ehrenamtlich.

Ein würdevoller Abschied ist nicht immer selbstverständlich

Erst kürzlich organisierten die Gründerinnen der Sternchenwerk mit acht weiteren jungen Unterstützerinnen aus München, Tann, Kastl, Schwindegg, Töging und Neuötting ein Treffen. Neben dem Gedankenaustausch stand natürlich auch die Anfertigung von neuen Trösterbärchen und anderem auf dem Programm. 

Das Ziel der Gruppe ist, dass jedes Frühchen einen tollen Start ins Leben bekommt und jedes Sternchen würdevoll verabschiedet werden kann. Betroffene Eltern oder Interessierte dürfen sich jederzeit bei der Sternchenwerkstatt melden und um Hilfe bitten. Die Werkstatt ist über Facebook immer erreichbar.

Text von Christina P. Tarnikas

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