Stadtratsbeschluss für vier Jahre

Das Wasser wird in Neuötting günstiger

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Neuötting - Gute Nachricht für die Bürger: Die Stadt senkt für die kommenden vier Jahre die Wassergebühr. Möglich macht diese eine Überdeckung in sechsstelliger Höhe.

Die Neuöttinger dürfen sich auf eine Senkung der Wassergebühr freuen. Der Neuöttinger Stadtrat hat eine entsprechende Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung für die nächsten vier Jahre am Donnerstag einstimmig beschlossen. Eine Prognose hatte ergeben, dass die Stadt beim Wasser in den kommenden vier Jahren eine Überdeckung in Höhe von 221.000 Euro erwirtschaften würde.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"

Bislang lag die Wassergebühr netto bei 95 Cent pro Kubikmeter, künftig wird das Wasser nur noch 80 Cent kosten. Zuzüglich der Mehrwertsteuer von sieben Prozent müssen die Neuöttinger in Zukunft also 86 Cent für den Kubikmeter bezahlen (bislang 1,02 Euro). Wie Bürgermeister Peter Haugeneder erläuterte, zeige sich bei den Kosten allmählich der Zusammenschluss mit Altötting.

"Es zeigt, dass wir in der gemeinsamen Wasserversorgung die Hausaufgaben gemacht haben", lobte auch CSU-Fraktionssprecher Angermaier. Zugleich warnte Angermaier aber: "Wir werden die nächsten vier Jahre auch Einflussfaktoren bekommen für unser Wasser." Wie Bürgermeister Haugeneder sagte, könne man gegebenenfalls, etwa in zwei Jahren, nachkalkulieren.

Die große Unbekannte - die allerdings in der Stadtratssitzung nicht erwähnt wurde - dürfte die Stadt Töging sein. Diese strebt in Folge eines Stadtratsbeschlusses einen Anschluss an die Alt- und Neuöttinger Trinkwasserversorgung an. Über die Auswirkungen eines solchen Anschlusses gab es in den letzten Monate reichlich Spekulationen.

Entwässerung: Keine Senkung trotz Überdeckung

Anders als beim Wasser bleibt in Neuötting bei der Entwässerung alles beim Alten. Der Stadtrat bestätigte am Donnerstag einstimmig die bisherige Beitrags- und Gebührensatzung. Für die kommenden vier Jahre rechnet die Stadt zwar mit einer Überdeckung von 194.000 Euro. Andererseits kommen wahrscheinlich neue Kosten auf Neuötting zu.

Seit geraumer Zeit steht die Einführung einer Untersuchungspflicht der privaten Hausanschlüsse im Raum. Dabei wird überprüft, ob der Kanal noch dicht ist. Die Untersuchungen der Leitungen auf öffentlichem Grund muss die Stadt übernehmen, diese Kosten dürfen anders als früher nicht auf die Anwohner umgelegt werden. Neuötting erwartet im Falle einer Einführung der Untersuchungspflicht Kosten in mittlerer fünfstelliger Höhe pro Jahr. Sicherheitshalber werden mit der zu erwartenden Überdeckung deshalb Rücklagen gebildet.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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