Bericht des Sicherheitsdienstes *mit Voting*

Das sind Neuöttings Brennpunkte

Der Sicherheitsdienst NWS sorgt seit über 20 Jahren in Neuötting für mehr Sicherheit. 
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Der Sicherheitsdienst NWS sorgt seit über 20 Jahren in Neuötting für mehr Sicherheit. 

Neuötting – In der jüngsten Stadtratssitzung stellte die NWS Sicherheitsservice GmbH dem Gremium ihre Arbeit vor und berichtete von ihren Schwerpunkten.

Seit über 20 Jahren arbeitet Neuötting mit einem Sicherheitsdienst zusammen, der täglich im Stadtgebiet Kontrollfahrten durchführt, eine vor und eine nach Mitternacht. Dabei fährt eine Sicherheitskraft in den wärmeren Monaten (Mai bis Oktober) fünf Festobjekte und vier Wechselobjekte auf ihrer einstündigen Kontrollroute, ohne erkennbaren Turnus, ab.


Immer angefahren werden demnach die Parkplätze beim Rewe und in der Frauenhoferstraße, die Tiefgaragen Klostergasse und Altöttinger Straße sowie die Parkbank vor der Sparkasse. Hinzu kommen die Wechselobjekte aus einer vorgegebenen Liste. Alle Plätze werden in enger Abstimmung mit der Stadt ausgewählt. Dabei reagiert der Sicherheitsdienst auch auf aktuelle Entwicklungen. Derzeit wird auch der Staffelberg täglich angefahren, da in letzter Zeit sich dort häufig Vorfälle ereignet haben.

Partys, Müll und abgestellte Autos

Die häufigsten Vorfälle sind laut Alexander Stegmann, Einsatzleiter NWS Neuötting, feiernde Jugendliche im Bereich der Kläranlage und Spielplätzen, der daraus resultierende Müll, unerlaubter Aufenthalt in Tiefgaragen und abgemeldete Autos in Tiefgaragen und Parkplätzen. Ziel ist es primär für weniger Vandalismus, eine sauber Innenstadt und eine Verringerung der Ruhestörungen zu sorgen. Die Kontrollfahrten hätten eine abschreckende Wirkung und würden ein Sicherheitsgefühl vermitteln.


Besonders am warmen Sommertagen muss der Sicherheitsdienst öfters eingreifen. „Umso schöner das Wetter ist, desto länger halten sich Personen draußen auf“, berichtet Christian Steuger, Betriebsleiter Süd NWS. Speziell in der Corona-Phase, in der es nicht erlaubt ist, feiern zu gehen, würden sich mehr Jugendliche auf den Spielplätzen aufhalten.

Dann ist es Aufgabe des Sicherheitsdienstes, die Jugendliche darauf aufmerksam zu machen, Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen, auf das Alkoholverbot an Spielplätzen hinzuweisen und den entstanden Müll aufzuräumen. Bei Nichtbeachtung wird die Polizei hinzugezogen.

Gastel: "Keine großen Brennpunkte" - Pfriender hat "ungutes Gefühl"

Jürgen Gastel (SPD) fühle sich wie viele Bürger „absolut sicher“ in Neuötting. „Wenn der NWS ihren Teil dazu beigetragen hat, möchte ich mich ganz herzlich dafür bedanken. Es muss allerdings auch betont werden, dass wir keine große Brennpunkte haben.“

Monika Pfriender (Grüne) habe dabei ein „ungutes Gefühl“, wenn Sheriffs im Stadtgebiet unterwegs seien. Sie selbst fühle sich sicher und sehe darin eine Einschränkung der Persönlichkeitsrechte. Das Geld solle lieber in präventive Maßnahmen für Jugendliche investiert werden.

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Hinweis auf Rechtswidrigkeit

Laut Stephan Mayer (CSU) könne jeder seine persönliche Meinung dazu haben. Dennoch sehe er keinen Verstoß gegen Freiheitsrechte: „Wenn Personen hingewiesen werden, dann dürfen sie sich zu diesen Zeiten an bestimmten Orten auch nicht mehr aufhalten“. Diese Personen würden sich in diesem Fall rechtswidrig verhalten.

„Ich denke, wir haben mit der Bestreifung in den letzten 20 Jahren gute Erfahrungen gemacht. Ich sehe daher überhaupt keinen Anlass, davon abzuweichen“, so Bürgermeister Peter Haugeneder (SPD). Man habe dadurch die entstandenen Brennpunkte im Griff.

jz

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