Jeder der wollte durfte im "Hosnbiesla"-Video mitmachen

Neuöttinger veröffentlicht eigenen Song: "Eine Herzensangelegenheit"

Fünf Jahre hat Markus Strasser von der ersten Idee bis zur Veröffentlich seines Songs benötigt. „Das ist Liebhaberei, Musik für meine Seele. Es hat sehr großen Spaß gemacht", so der Neuöttinger über sein Projekt.
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Fünf Jahre hat Markus Strasser von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung seines Songs benötigt. „Das ist Liebhaberei, Musik für meine Seele. Es hat sehr großen Spaß gemacht", so der Neuöttinger über sein Projekt.

Neuötting – Markus Strasser (41) hat sich mit der Videoveröffentlichung seines neuen Songs „Hosnbiesla“ einen Traum erfüllt. Der Musikproduzent aus Neuötting huldigt damit auf seine eigene Art und Weise einem seiner großen Vorbilder.

„Ich bin großer Frank-Zappa-Fan. 2015 hatte ich die Idee, dass ich versuche, seine Musik selber zu komponieren. Der 'Hosnbiesla' war der erste Gehversuch“, berichtet Markus Strasser gegenüber innsalzach24.de. Das Lied ist aus der Reihe seiner Frank-Zappa-Hommagen, auf die bayerische Art. Typische Merkmale seien für den Neuöttinger Musikproduzenten virtuos, abstrakt, zynisch und unterhaltsam.


Als das Lied fertig war, fehlte noch das Musikvideo. „Das Lied an sich hat nichts mit Corona zu tun. Lediglich die derzeitigen Umstände führten dazu, dass kein Video gedreht werden konnte. So habe ich über Facebook dazu aufgerufen, mir Szenen zukommen zu lassen.“

Suche nach Sänger und Schlagzeuger

Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung sind fünf Jahre vergangen. Da der 41-Jährige mit dieser „Herzensangelegenheit“ jedoch kein Geld verdient, musste das Projekt zwischenzeitlich auch immer mal wieder ruhen. „Mir war dieses Projekt aber sehr wichtig, daher war es mir von großer Bedeutung, das alles passt. Die Suche nach einem Sänger und einen Schlagzeuger hat auch sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Ich bin aber jetzt froh, dass ich das Lied veröffentlichen konnte.“


Über die Jahre hat Strasser einen passenden Sänger gefunden, der in das Profil passt. Dietmar Forisch aus Haiming erfüllte die Anforderungen und ist auch ein großer Frank-Zappa-Fan. 2019 hat der Musikproduzent dann auch einen geeigneten Schlagzeuger gefunden, Christian Majdecki aus Carlsberg (Rheinland-Pfalz). Dieser spielt sogar in einer Zappa-Cover-Band. „Das war besonders wichtig, denn man kann das nicht einfach so heruntertrommeln.“ Die Band habe er mal in Garching spielen gehört.

Video besteht aus privaten Einsendungen

Neben den drei Musikern sind noch weitere 17 Personen im Video zu sehen. „Manche haben mehr Szenen gedreht, aber jeder der etwas geschickt hat, ist auch Teil des Videos. Es ging mir dabei nicht um die Qualität, sondern jeder der Lust hatte, durfte mitmachen“, so Strasser. Die Einsendungen hatten unterschiedliche Formate und Standards, daher hat sich Strasser dazu entschieden einen Comic-Look als Filter zu verwenden.

Hauptberuflich ist Strasser Gitarrenlehrer, nebenbei produziert er auch Musik fürs Fernsehen. Bei Beiden müsse man sich an Regeln halten. „Das ist Liebhaberei, Musik für meine Seele. Es hat sehr großen Spaß gemacht. Ich konnte mich so ausdrücken, wie ich Lust darauf hatte“, beschreibt der Musiker sein Projekt. Wenn er im Stil von Frank Zappa schreibe und texte, könne er nicht über Regenbogen oder Ponyhöfe singen. Das müsse ein bisschen zynisch sein.

Es sei kein Projekt zum berühmt werden. Die Musik von Frank Zappa würden eh kaum noch Leute kennen. „Es sei jedem verziehen, der Zappa nicht kennt. Aber als Musiker schätzt man ihn schon“, so Strasser. Das bekannteste Lied von seinem Vorbild dürfte Bobby Brown sein. 

Strasser: "Song schon ein bisschen derb"

„Die Corona-Krise betrifft uns alle, aber besonders die Kreativen. Ich gebe zwar noch online Gitarren-Unterricht, auch für Neulinge, aber natürlich habe ich jetzt auch Zeit für andere Sachen“. Das Projekt sei aber bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie fast abgeschlossen gewesen. Nur das Video fehlte eben noch.

Seit kurzem ist dies aber auf Youtube hochgeladen. Das erste Feedback war durchaus positiv. „Damit habe ich gar nicht gerechnet, da der Song schon ein bisschen derb ist. Die Damen im Video sollten die "Hosnbiesla" ästhetisch ausgleichen. Dadurch ist es meiner Meinung nach runder geworden“, erklärt der Musikproduzent. Für alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind. „Es gibt noch ein paar andere Lieder in der Schublade“, so Strasser.

jz

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