Teilweise kein Schutz vorhanden

Lärm an der A94: Neuötting will aktuelle Entwicklung nutzen

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Neuötting – Bürgermeister Peter Haugeneder will die derzeitige Lärmschutzdebatte am neuen Bauabschnitt der A94 auf den Landkreis Altötting ausweiten.

Mehrere Anwohner haben sich nach der Freigabe des neuen Bauabschnittes der A94 über die hohe Lärmbelastung beschwert. "Wir haben mit Eröffnung der A94 eine völlig neue und drastische Beeinträchtigung bezüglich Verkehrslärm zu ertragen", berichteten beispielsweise Anwohner aus Schwindegg gegenüber innsalzach24.de.

Diese aktuelle Entwicklung will die Stadt Neuötting nutzen, um den Lärmschutz der Autobahn im Landkreis Altötting nachträglich untersuchen zu lassen. Es würden laut Bürgermeister Peter Haugeneder (SPD) mehrere Beschwerden im Haus vorliegen. Fakt ist: „Verschiedene Bauabschnitte in unserem Gebiet haben derzeit keinen Schutz“, so das Stadtoberhaupt.

Ober: "Politischen Weg forcieren"

Stadtrat Martin Ober von den Grünen stellte die Frage, welcher Weg dafür eingeschlagen wird. „Rechtlich gesehen haben wir schlechte Karten, wir müssen den politischen Weg forcieren“, so Ober. Dafür sollte man auch Staatssekretär Stephan Mayer kontaktieren.

Aber auch eine Allianz der betroffenen Gemeinden könnte laut Ober eine Option sein. Gemeinsam könne man vielleicht mehr bewirken. Haugeneder dagegen würde nur ungern bis zu einem Zusammenschluss warten. „Das dauert dann auch wieder einige Monate bis man einen gemeinsamen Termin findet“, so der Bürgermeister.

Laut Günther Knoblauch, Vorsitzender des Vereins „Ja zur A94“, sollen im Frühjahr Messungen zum Lärmschutz im neuen Bauabschnitt durchgeführt werden. In diesem Zugekönnte man auch eine Prüfung im Landkreis Altötting vornehmen. Dies teilte Knoblauch der Stadt Neuötting in einem Schreiben mit.

Große Diskussionen um Lärm an der A94

Das Thema schlägt derzeit hohe Wellen. So veranstaltet der Mühldorfer Kreisverband am Montag, den 18. November, ein Treffen in Obertaufkirchen, bei dem betroffene Bürger der Region über ihre Situation berichten können.

"Wir können natürlich auch nicht ausschließen, dass man in Einzelfällen nachbessern muss," erklärt Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern gegenüber innsalzach24.de über den Lärmschutz an der neuen A94. Er könne das Anliegen der Betroffenen grundsätzlich verstehen."Teils waren das davor sehr ruhige Gegenden. Da ist dann Verkehrslärm, auch wenn er im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bleibt, natürlich eine unangenehme Sache", räumt Seebacher ein.

Für Ober ist eben dieser Punkt ein Dorn im Auge. „Generell sollten wir versuchen, das Optimale rauszuholen und nicht nur das Minimum.“

jz

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