Malerei und Malcollagen in der Galerie im Museum Neuötting

Frühe Werke von Rudolf Huber-Wilkoff

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Rudolf Huber-Wilkoff: „UNS“, Malcollage auf Holzplatte 1965

Neuötting - Die Neuöttinger Galerie im Museum präsentiert ab 25. März Arbeiten des in der Nähe von Simbach am Inn lebenden Künstlers Rudolf Huber-Wilkoffs. 

„Genese“, Malerei auf Holzplatte 1964

Rudolf Huber-Wilkoff, geboren 1936 in München, arbeitete ursprünglich als Werbegrafiker und stieg Anfang der 1960er Jahre in die Gegenwartskunst ein. Schnell wurde er einer der wichtigsten Vertreter Deutschlands in der Neuen Figurativen Malerei. Sein Ziel: Etwas Spezielles aus der Ausgangssituation zu machen.

Die Ausstellung zeigtMalerei, Malcollagen und Siebdrucke, die der frühen Phase seines künstlerischen Schaffens angehören. Diese erstreckte sich über die zweite Hälfte der 60er Jahre und ist in vielen stilistischen Eigenheiten dieser Zeit verpflichtet. Weitere in dieser Ausstellung in Neuötting gezeigte Arbeiten stammen aus den Jahren 1979 und 1983.

Die Dialektik von Schein und Sein

Das Werk von Rudolf Huber-Wilkoff ist gekennzeichnet durch die Arbeit in zahlreichen künstlerischen Medien sowie durch die Verwendung von Bild- und Textvorlagen aus den Massenmedien und von Objekten aus Natur und Alltag. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit der Dialektik von Abbild und Wirklichkeit, Wahrheit und Schein, Sinn, Botschaft und Wirkungsweise gesellschaftlicher Kommunikationszeichen, Symbole und Texte. Dies führte ihn zur ironischen Konfrontation von Text und Bild, zur Entwicklung eigener Schriftsysteme oder zur Manipulation von Logos, die trotz Verfremdung erkennbar bleiben.

„10.2.66“, Malcollage auf Karton 1966

„…Rudolf Huber-Wilkoffs hier gezeigtes Schaffen ist eine Art der schöpferischen Auseinandersetzung mit der Umwelt, der optischen und anderen Vorgaukelungen. Er bietet dem Betrachter Anreiz auch seine Phantasie dem Klischee entgegen zu stellen. Wer Sinn für graphische Wirkungen hat, wer bildnerische Einfälle zu schätzen weiß, oder wer nur eine interessante Ausstellung - nicht alltäglich in Salzburg - sehen will, kann vielfältig angeregt werden von den Werken des Münchners Rudolf Huber-Wilkoff…“ So pries der Österreichische Rundfunk die Ausstellung von Rudolf Huber-Wilkoff in der Galerie Welz Salzburg, am 9. März 1969.

Kostenloser Kunstgenuss

Die Ausstellungseröffung findet am Freitag, den 24. März um 20 Uhr in den Räumen des Stadtmuseums statt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Ausstellung ist geöffnet: Montag bis Freitag von 9.30 bis 12 Uhr und von 14 – 17 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 14 – 17 Uhr. An gesetzlichen Feiertagen bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Biografie:

1936 geb. in München

1957 bis 1963 Studium an der Graphischen Akademie München

1972 bis 1984 Kunstpause

1990 Atelierstipendium am Künstlerhaus Bethanien, Berlin

1992 Stipendium des Berliner Senats

1993 Projektförderung durch den Kunstfonds e.V., Bonn

2011 Atelierstipendium des Landes Oberösterreich im Salzamt Linz

Pressemitteilung Stadt Neuötting

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