Für mehr "Dahoamität" bei uns in der Region

Heimat- und Sachunterricht "to go": 10 Fakten über Neuötting

+
Die Münzstätte Neuötting ist seit 1255 urkundlich nachweisbar.
  • schließen

Neuötting – Die geschichtsträchtige Stadt am Inn hat so einige interessante Fakten zu bieten. innsalzach24.de hat zehn zusammengetragen. Hätten Sie es gewusst?

Was wissen wir eigentlich über unsere Heimat? In der Grundschule gibt es ein eigenes Fach dafür. Im "Heimat- und Sachunterricht" lernen wir so einiges um es Jahrzehnte später wieder vergessen zu haben. Andere kamen irgendwann in ihrem Leben aus den verschiedensten Gründen in die Region und leben seitdem hier.

So oder so: innsalzach24.de gibt jetzt regelmäßig Heimat- und Sachunterricht to go, für mehr Dahaomität bei uns in der Region

Neuötting am Inn:

1. Neuötting hieß eigentlich Oetting und war eine karolingische Königspfalz. Der Ort und die Pfalz wurden 907 zerstört. Das einstige Oetting wurde als Altötting wieder aufgebaut und keine zwei Kilometer vom Kapellplatz entfernt wurde das neue Oetting errichtet.

2. Das Original der Dult-Urkunde von 1383 für die Hofdult in Altötting mit Siegel liegt im Stadtarchiv Neuötting.

Die Hofulturkunde aus dem Jahr 1383 liegt im Stadtarchiv in Neuötting.

3. Neuötting ist eine Innstadt. Das erkennt man an den Arkaden, den Fassaden, den Erkern und Schaugiebeln und am geschlossenen Stadtplatz. Das nennt sich Innstadtbauweise.

4. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts spielte Neuötting eine wichtige Rolle im Salzhandel, hatte sogar das sogenannte Stapelrecht für Salz und Getreide, war also so etwas wie ein Umschlagplatz. Die Stadt war zu dieser Zeit sehr mächtig.

Es ging bis aufs Gramm genau zu jener Zeit in der Stadt mit dem Umschlagsecht für Salz und Getreide. Diese Gewichte waren wohl mehr für das Wiegen des monetären Gegenwert gedacht.

5. Als das Stapelrecht für Salz und Getreide weggefallen war, verlor Neuötting seine Bedeutung als Umschlagplatz und mehr noch. Es wurde zur Kleinstadt.

6. Von 1906 bis 1930 gab es zwischen Neuötting und Altötting eine Bockerlbahn. Diese Dampfstraßenbahn verband die beiden Kleinstädte mit dem Bahnhof in Eisenfelden. Von dort ging es über den Stadtplatz in Neuötting über den Faltermeierberg bis zum Kapellplatz in Altötting.

7. Am 5. 12. 1949 stürzte das Landshuter Tor samt Fallgitter ein und begrub drei Menschen unter sich. Man entschloss sich alsbald zum Wiederaufbau des Tors unter der Leitung des Architekten Georg Rubner.

Das Landshuter Tor in Neuötting

So sieht das Landshuter Tor heute von der anderen Seite gesehen aus:

Das Landshuter Tor 2016 (Archiv)


8. 1925 hatte der Stadtrat beschlossen, den ursprünglichen Andreasmarkt (am 30.11.) zur Bartlmädult (die Woche um den 24.08.) zu machen. "Damals waren neben einem großen Viehmarkt bereits die ersten Schausteller, Fieranten, Bäcker und Metzger mit dabei. Bedingt durch den 2. Weltkrieg fand von 1941 bis 1947 keine Dult statt". heißt es. "In der Nachkriegszeit gehörte dann der „Tag der Heimat“ ebenso wie der Kinderfestzug zum Höhepunkt der Bartlmä-Dult." Seit 1994 findet sie auf dem heutigen Festplatz entlang der Landshuter Straße statt.

So sah das auf der Bartlmädult 1925 in Neuötting aus.

9. 1921 wurde Neuötting wieder Münzstätte: Durch den wirtschaftlichen Niedergang und die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg kam es zur Entwertung der Mark und zur Verknappung des Kleingeldes. Als Übergangslösung druckte die Stadt Notgeld. Ende des Jahres 1923 kam die Umwertung: Aus einer Billion Mark wurde eine Rentenmark.

1921 wurde Neuötting wieder Münzstätte: Durch den wirtschaftlichen Niedergang und die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg kam es zur Entwertung der Mark und zur Verknappung des Kleingeldes.

10. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer (CSU) ist neben vielen weiteren politischen Ämtern auch Stadtrat in Neuötting.

rw

Zurück zur Übersicht: Stadt Neuötting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser