Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär

Mit zwei Rädern: Auf Erkundungstour durch Neuötting

+
"Geh ma´s an" (Peter Haugenender am Europäischen Tag des Fahrrades in Neuötting vor dem Rathaus=
  • schließen

Neuötting - Um die kritischen Stellen für Fahrradfahrer im Stadtgebiet einmal selbst auf dem Drahtesel zu erkunden: Darum ging es am Samstagnachmittag.

Auf zur Erkundungstour durch das Stadtgebiet Neuötting

Eigentlich gibt’s keine kritischen Stellen für Fahrradfahrer im Stadtgebiet, zumindest wenn man nach entsprechenden Unfallstatistiken geht. Ganz rund scheint es in Neuötting aber auch nicht zu laufen. So hatte SPD-Fraktionssprecher Jürgen Gastel im Stadtrat den Vorschlag gemacht, dass sich doch alle mal auf den Drahtesel schwingen, um die Neuötting zum Thema Radwegeplan selbst zu erkunden. Gesagt, getan: 

  • Erster Bürgermeister Peter Haugenender, 
  • Stellvertreter Horst Schwarzer, 
  • einige Stadträte 
  • und zwei Neuöttinger Bürger haben sich am Samstagnachmittag auf den Weg gemacht. 

Ergebnis: Es läuft aber hier und da könnte was getan werden.

Mit zwei Rädern: Auf Erkundungstour durch Neuötting (1)

Station 1 (Montessorischule): Fußweg, Radfahrer frei?

Vom Stadtplatz aus ging es über den Faltermeierberg zur Montessorischule. Bereits auf dem Weg zur 1. Station wurde klar, dass es unterschiedliche Ansichten darüber gibt, wie man am besten und ggf. auch sichersten an sein Ziel kommt. Ob die schnellste Route dabei auch eine Rolle spielte, warum die einen so und die anderen anders fuhren, ist nicht bekannt. 

  • Das jeder seinen Weg wählt – klar. 
  • Ob es immer der beste, sicherste und im besten Fall auch schnellste ist – fraglich. 

Angekommen bei der Montessorischule zeigte der Erste Bürgermeister Peter Haugenender jedenfalls eine sicherheitsrelevante Strecke für Zweiradfahrer aber nicht nur.

Es ist zu eng für Fußgänger und Radfahrer gleichzeitig: Die knapp ein Dutzend Mensch große Gruppe an der Montessorischule in Neuötting.

Hier seien schon immer vor allem die Kinder aus dem Michaelifeld unterwegs zum Schulzentrum. Die Montessorischule wurde gebaut, der Weg blieb aber er wurde enger. Da muss und wird nachgearbeitet werden. Der Grund: Es ist zu eng für Fußgänger und Radfahrer gleichzeitig. Da ist offenbar bei den Planungen und der Ausführung danach was schief gelaufen, denn so dürfte das nicht sein, erklärt Haugenender vor Ort. Eine Lösung sei aber schon gefunden: Der Landkreis schneidet die wilde Hecke hinter dem Zaun zur Turnhalle weg und die gepflanzte Hecke davor verschwindet an diese Stelle.

Was dahinter ist kommt weg. Was davor ist kommt dahinter. Ergo: Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

Station 2 (Burghauser Straße/Michaelistraße): Einfach nur eine Linie?

2. Station auf der Erkundungstour durch das Stadtgebiet: Burghauser Straße, Ecke Michaelistraße. Schwierig für Fahrradfahrer so am Ortsausgang, allerdings auch keine mit entsprechenden Zahlen belegbare Schwerpunktstelle für Unfälle. Richtig schön zu fahren ist es dort halt nicht, nicht in der einen und nicht in der anderen Richtung, insbesondere bei Stoßzeiten. 

Einfach irgendwas zu installieren wie etwa eine Linie auf die Straße aufzubringen, die einen Radfahrerbereich abgrenzt, komme an dieser, genau wie an vielen anderen Stellen im Ortsgebiet nicht in Frage. Darin waren sich alle Teilnehmer des Vor-Ort-Termins einig.

Mit zwei Rädern: Auf Erkundungstour durch Neuötting (2)

Station 3 (Simbacher Straße/Eschlbacher Straße): Gefährlich aber irgendwie läufts.

Will man als Radfahrer vom Stadtkern raus ins Gewerbegebiet, gibt es zwei Hauptrouten:

  • 1. Kurz nach dem Feuerwehrhaus links ab in die Eschlbacher Straße und dann rechts rüber oder
  • 2. man tut sich die Simbacher Straßer an und radelt die entlang bis zu Kaufland, Enzinger und Co.
So oder so. Hinkommen ins Gewerbegebiet geht in beiden Richtungen. Links rum wär´s halt irgendwie easyer. 

Von Fahrradraudis war die Rede, von der – ob sie nun nachweisbar ist oder nicht – möglichen Gefährdung für Zweiradfahrer auf der Simbacher Straße, von der Innbrücke, vom Radweg am Inn und vielem mehr. 

Man könnte, sollte, möchte immer gern aber dagegen stehen viele "wenn"s und "aber"s. 

Ein ausführlicher Artikel zum Radwegeplan der Stadt Neuötting folgt.

Zurück zur Übersicht: Stadt Neuötting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser