Kritische Worte von Dekan Mandl

"Unfaires Nachtreten" gegen Florian Wöss?

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Pfarrer Florian Wöss (hier auf einem Archivfoto) verlässt die Kirche

Neuötting - Neuötting bekommt wohl erst 2016 einen neuen Pfarrer. Dies hat Dekan Günther Mandl bekanntgegeben - und sich kritisch zu Pfarrer Florian Wöss geäußert.

Nach dem überraschenden Rückzug von Florian Wöss bleibt der Pfarrverband Neuötting und Alzgern längere Zeit ohne Pfarrer. Wie der Alt-Neuöttinger Anzeiger berichtet, hat Dekan Günther Mandl die Gottesdienstbesucher in den beiden Pfarreien am Wochenende über die aktuellen Entwicklungen informiert. Demnach bekommt der Pfarrverband wohl erst im kommenden Jahr einen neuen Pfarrer, in der Zwischenzeit ist Dekan Mandl Pfarradministrator.

Wöss hatte eine Woche zuvor im Gottesdienst bekanntgegeben, dass er die Kirche verlasse. Unter anderem hatte der Pfarrer erklärt, dass für ihn ein zölibatäres Leben nicht mehr vorstellbar sei. Auch wenn sich Wöss seinen Schritt offenbar reiflich überlegt hatte, möchte das Bistum Passau dem Pfarrer Bedenkzeit geben. Sein Gehalt soll Wöss einstweilen weiter erhalten.

"Defizite der vergangenen Jahre ausgleichen"

Mandl hätte sich gewünscht, dass Wöss jemanden in seine Entscheidung eingeweiht hätte. "Wir hätten ihm helfen wollen", zitiert der Alt-Neuöttinger Anzeiger den Dekan. Zugleich äußerte sich Mandl aber auch indirekt kritisch über Wöss. Bei der Neubesetzung der Stelle herrsche in der Pfarrgemeinde der Wunsch nach einem "bestimmten Profil, damit Defizite der vergangenen Jahre ausgeglichen" würden, so der Dekan. Diese Wortwahl löste unter einigen Gläubigen Unmut aus, laut Alt-Neuöttinger Anzeiger kritisierte eine Gottesdienstbesucherin Mandls Äußerung als "unnötiges, unfaires Nachtreten".

Wöss, der bei vielen Gläubigen sehr beliebt war, hatte sich lange alleine um die Pfarrei kümmern müssen. Vor zwei Jahren hatte der Pfarrer sogar einen Burnout erlitten. Vor kurzer Zeit war zwar eine Vikar eingesetzt worden - da war Wöss' Entscheidung aber bereits gefallen.

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