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Bauprojekt in Neuötting

Ambitionierte Boule-Gruppe soll ihre Spielbahn bekommen - dazu gemütliche Bänke und Radl-Ständer

Boule oder „Petanque“ kann bald in der Innenstadt von Neuötting gespielt werden. Beim Bauausschuss am 6. Juli wurden diverse Projekte besprochen.
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Savoir vivre: Boule oder „Petanque“ kann bald in der Innenstadt von Neuötting gespielt werden.

Im Bauausschuss von Neuötting wurde am Mittwoch (6. Juli) ein Konzept zur Umgestaltung des Sebastiansplatzes vorgestellt. Wenn alles nach Plan läuft, entsteht dort bald ein Lebensgefühl wie in Frankreich. Und der Fahrrad-Tourismus soll gefördert werden.

Neuötting - Die Anregung zum Bau einer Boule-Bahn kam aus der Neuöttinger Bevölkerung selbst. „Ein Spieler einer örtlichen Boule-Gruppe hat sich bei uns gemeldet und den Stadtrat gebeten, die Innenstadt entsprechend neu zu gestalten. Diese Bitte ist auf fruchtbaren Boden gefallen“, erklärt Horst Schwarzer, zweiter Bürgermeister von Neuötting. Das besonders in Frankreich verbreitete, aber auch in Italien („Boccia“) und vielen anderen Ländern beliebte Kugel-Präzisionsspiel findet in Bayern immer mehr Anhänger.

Rad-Touristen sollen angelockt werden und das Flair der Innenstadt genießen

Beim Bauausschuss am 6. Juli stellte das Architekturbüro Plankreis aus München ein Konzept vor, wie der Sebastiansplatz neu gestaltet werden kann. Die Vision ist eine Park-ähnliche Anlage mit einer Boule-Spielbahn aus Sand und gemütlichen Sitzgelegenheiten zum Verweilen. Größere Fahrradständer in Nähe Wirtsgarten sollen zusätzlich installiert werden, „weil es der Wunsch des Stadtrats ist, den Radtourismus intensiver zu fördern“, so Markus Schachinger-Krammer vom Bauamt Neuötting.

Der neue Fahrradständer wird demnach nicht der an der östlichen Häuserzeile sein. Das war die ursprüngliche Idee. Ebenso soll auf eine Fahrradservicestation verzichtet werden. Es geht insgesamt darum, eine Fläche von circa 2.000 Quadratmetern in der Innenstadt neu zu beleben und ein Stück „südländische Lebensfreude“ zu importieren. Der Sebastiansplatz liegt unmittelbar vor dem Burghauser Tor. Schachinger-Krammer: „Uns ist klar, dass dann nicht alle Bürger, die mit Fahrrad unterwegs sind, automatisch den Ständer benutzen, sondern direkt ihr Ziel anfahren. Aber es lockt mehr Radfahrer nach Neuötting, die dort das Flair der Innenstadt genießen.“

Und die Neuöttinger Boule-Spieler finden endlich eine Heimat und ziehen mit ihren Altöttinger Kollegen gleich, die bereits im April 2022 eine solche Bahn bekommen haben. Die Kosten des Stadtentwicklungs-Projekts in Neuötting sind noch ebenso wenig klar wie der Zeitplan der Umsetzung. „Natürlich würden wir gerne sobald wie möglich anfangen, aber zuerst muss das Konzept bei der Städtebau-Förderung des Freistaats Bayern eingereicht werden“, so Markus Schachinger-Krammer.

Neuöttinger Stadtzentrum wurde zwischen 2006 und 2009 komplett neu gestaltet

Die kommenden Sitzungen des Stadtrats von Neuötting und des Bauausschusses werden die nächsten Schritte des Projekts zeigen. Klar ist jedenfalls, dass der Stadtplatz von Neuötting - und auch der Sebastiansplatz - keine umfangreichen Erneuerungsarbeiten benötigen. Zwischen 2006 und 2009 wurde bereits das gesamte Areal im Stadtzentrum neu gestaltet, ein neuer Belag aufgebracht und moderne Parkbuchten installiert.

-rok-

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