Am Donnerstag - 60 Teilnehmer

Neuöttinger Bürgerversammlung – Fragen zu Umwelt und Straßen

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Neuötting - Auf der Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag in Neuötting standen bei den rund 60 Interessierten besonders Umweltfragen im Fokus.

Auf der Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag in Neuötting standen bei den rund 60 Interessierten besonders Umweltfragen im Fokus. Zunächst gab Bürgermeister Peter Haugenender(SPD) einen kurzen Bericht über die drängenden Fragen von Bürgern. Die Planung künftiger Kindergartenplätzen, der Wohnungs-, Straßen- sowie der Ausbau des Hochwasserschutzes und nicht zuletzt die Sanierung der Mittelschule wurden im Detail angesprochen: „Wir wollen das in den Sommerferien angehen!“, bekräftige Haugeneder mit Blick auf die Arbeiten an der Fellermeier-Schule. Dort sollen Wasserleitungen, Sanitäranlagen und der Keller saniert sowie ein Blockheizkraftwerk installiert werden. In dem Zuge könnte auch der Sportplatz der Schule, der auch vom TSV Neuötting und der JFG Ötting/Inn mit genutzt wird, ausgebessert werden. Der kurzen Darstellung der Haushaltsplanung folgte dann ein positives Resumée zum „Wirtschaftsforum Neuötting“, das im November 2018 auf den Weg gebracht wurde und Mitte April mit einem Treffen der Unternehmer vorerst seinen Abschluss fand. Seitens der Wirtschaft wurde dabei vor knapp vier Wochen die Einrichtung einer Geschäftsstelle im Stile einer Stadtmarketing-Agentur gefordert. Zwar gibt es bereits im Rathaus selbst bereits eine Anlaufstelle, doch die Unternehmer, die über den Wirtschaftsverband WINN zusammengeschlossen sind, wünschen sich hier noch mehr städtische Unterstützung. Inwieweit die Stadt jedoch hierfür benötigte Mittel zuschießen kann, konnte zwischenzeitlich noch nicht geklärt werden.

Neuöttinger Bürgerversammlung am Donnerstag

Auch Landrat Erwin Schneider(CSU) berichtete anschließen vom aktuellen Stand um Öko-Modellregion sowie bei der Frage des Zusammenschlusses der Kreiskliniken Altötting-Burghausen und Mühldorf. „Man bleibt da nur im Verbund attraktiv!“, bekräftigte Schneider. Auf schwieriges Terrain begab sich der Landrat, als er nochmal das Thema PFOA zur Sprache brachte: streitbaren Aussagen über die Auswirkungen der Fluorverbindungen auf die Gesundheit, sowie über Mikroplastik, brachte er Bewegung in das Publikum, das sich im Anschluss noch rege an der Diskussion beteiligte.

Egon Scheich vom „Wir sind Neuötting e.V.“ beispielsweise forderte vom Stadtrat, den Abschuss von Silvesterraketen rund um Stadtplatz zu verbieten: „Das macht nicht nur viel Müll, sondern ist auch gefährlich!“, so Scheich. Auch sei ein besseres Verkehrs- und Klimaschutzmanagement nötig, egal ob seitens der Stadt oder des Landkreises. Ein ähnliches Anliegen wurde auch im Zusammenhang mit dem traditionellen Neuöttinger Gaudiwurm geäußert. Hier sollen mehr Dixi-Toiletten künftig die Anwohnergärten entlasten, so die Forderung. Nachfragen zu Straßenbaumaßnahmen, bessere Planung von Umleitungen und spezielle Mängelmeldungen gab es genauso, wie den ungewöhnlichen Vorschlag von Manuela Reiter, Straßenbeleuchtungen zu dimmen, um große Insektenansammlungen im Sinne des Artenschutzes künftig zu verhindern. „Normalerweise wird genau das Gegenteil gefordert, dass die Bürger nachts gerne hellere Beleuchtung und noch mehr Laternen hätten“, so Bürgermeister Haugeneder einigermaßen erstaunt. Er sicherte dann aber zu, die Möglichkeit der Dimmbarkeit der inzwischen verwendeten LED-Leuchten an ausgewählten Stellen prüfen zu lassen. Gefordert wurde auch, dass die Stadt sich ebenfalls im Hinblick auf den Artenschutz, besser um den überall wuchernden Staudenknöterich kümmern solle, der die heimischen Pflanzen verdränge.

Rolf Hengel von der Bürgerinititative BINT nutzte die Bürgerversammlung, um für die kürzlich zum Verein gewordene Initiative Werbung zu machen: „Wer sich wirklich fundiert über die PFOA-Problematik informieren will, den lade ich am 28.05. ins Burghauser Anker-Kino zum Dokumentarfilm >>The Devil we know<< ein!“.

Peter Becker

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