Kamera soll in Neuötting Abhilfe schaffen

Müll vor Wertstoffhof deponiert: „Schon öfters passiert“

Dieser Müll wurde von Unbekannten vor dem Neuöttinger Wertstoffhof deponiert.
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Dieser Müll wurde von Unbekannten vor dem Neuöttinger Wertstoffhof deponiert.

Neuötting – Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr haben Unbekannte ihren Müll vor dem Tor des Neuöttinger Wertstoffhofes abgelegt.

Der Anblick war für die Mitarbeiter des Wertstoffhofes leider nicht neu: Sperrmüll, Metall- und Elektroschrott, Glas, Hausmüll und vieles mehr wurde in der Neuöttinger Auenstraße am Dienstagmorgen vor der Entsorgungsstation entdeckt. Wie Markus Huber, Pressesprecher Landratsamt Altötting, gegenüber innsalzach24.de bestätigt, sei dies nicht der erste Vorfall gewesen.


Müll vor Neuöttinger Wertstoff abgelegt - hohe Bußgelder drohen

Schon öfters wurde von Unbekannten Müll in der Nacht vor der Anlage in der Auenstraße deponiert. Besonders für die Mitarbeiter des Wertstoffhofes sei dies ärgerlich. Vor allem wenn es sich, wie in diesem Fall, um Müll handelt, der nicht ausschließlich für die Entsorgung am Wertstoffhof gedacht ist. Sperr- und Hausmüll könnten vor Ort nicht entsorgt werden. Der Abfall müsste dann getrennt werden und auf Kosten des Landkreises entfernt werden.


In diesem Fall würde es sich laut Huber um eine Ordnungswidrigkeit handeln. Sollte der Täter noch gefasst werden, droht ihm ein saftiges Bußgeld. So gibt es einen Katalog, der die entsprechenden Strafen auflistet. „Mehrere Gegenstände über ein Kubikmeter oder 100 Kilogramm“ würde eine Strafe zwischen 700 und 2.500 Euro bedeuten.

Ähnlicher Fall in Altötting

Im Landkreis hätte es früher bereits ähnliche Vorfälle auch schon vor dem Altöttinger Wertstoffhof gegeben. Dort wurde am Recyclinghof in der Hans-Sachs-Straße eine Kamera installiert. „Seitdem ist es dort spürbar besser. Auch in Neuötting wird jetzt eine angebracht“, berichtet Huber. Das Problem sei derzeit, dass sich die Entsorgungsanlage nicht in einer Siedlung befindet. Die Täter hätten so weniger Angst, dabei beobachtet zu werden. An den anderen Stationen im Landkreis sei dieses Phänomen bisher nicht aufgetreten.

Auch in der Region kommt es häufig zu illegalen Entsorgungen. Eine 58-Jährige Waldkraiburgerin entdeckte beim Spazierengehen im „Grünen Ring“ circa 300 Meter hinter dem Feuerwehrhaus drei schwarze Müllsäcke. Leider kommt es zudem immer wieder vor, dass die Rot-Kreuz-Shops des BRK Kreisverbandes Mühldorf in Mühldorf und Waldkraiburg mit einer Müll-Abladestation verwechselt werden.

In Zukunft werden die Mitarbeiter des Wertsoffhofes in Neuötting die Kamera nach Feierabend scharf stellen, um am nächsten Morgen nicht erneut vor einem Haufen Müll stehen zu müssen.

jz

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