Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidatin für Neuötting

18 Fragen an Claudia Hann (CSU)

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Will in Neuötting Bürgermeisterin werden: Claudia Hann (CSU).

Neuötting - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Neuötting wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Claudia Hann (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Claudia Hann


2. Partei

CSU - Liste 1

3. Alter

45

4. Wohnort

Neuötting, seit 1985 (mit kurzer Unterbrechung in Winhöring)

5. Geburtsort

Hutthurm, Bayerischer Wald

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

-

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin politische Quereinsteigerin, jedoch schon immer politisch interessiert. In der Kommunalpolitik ist es sicher ein Vorteil, neutral und mit frischem Wind einzusteigen.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Ein konkretes Vorbild habe ich nicht, ich finde es viel wichtiger, dass Jede/r seine eigene Linie findet und authentisch ist.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Neuötting ist meine Heimat. Hier lebe ich, hier bin ich verwurzelt. Das Besondere an Neuötting sind in erster Linie die Menschen. Es ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich, dass sich so viele Menschen in Städten und Gemeinden engagieren und einbringen wollen. Darüber hinaus haben wir einen wunderschönen Stadtplatz und – das genieße ich persönlich besonders – eine wunderbare umliegende Naturlandschaft.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Aus über 20 Jahren Projektmanagement und Stadt- und Regionalentwicklung bringe ich viel Erfahrung mit. Ich weiß, wie man eine Idee zu einem Ergebnis bringt – unter Einbeziehung aller Beteiligten. Mindestens genau so wichtig finde ich das persönliche Potenzial: Ich lasse mich von einem ersten „Nein“ nicht aufhalten. Mit Offenheit, Transparenz, Herz und Verstand werde ich all meine Energie für Neuötting und Alzgern einsetzen.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Neuötting wird im Augenblick gut verwaltet. Das reicht jedoch für die Zukunft nicht! Für Neuötting und Alzgern fehlt eine Idee, ein Gesamtkonzept. Wo wollen wir die Stadt hin entwickeln? Diese Frage blieb unbeantwortet. In der Konsequenz wurden viele Dinge dem Zufall überlassen und aus der Not heraus provisorische Lösungen gefunden. Es fehlt der unbedingte Wille, die zahlreichen Themen wirklich anzupacken und umzusetzen! Außerdem mangelt es an Kommunikation. Viele Probleme oder Missstimmungen ließen sich bereits im Vorfeld lösen, wenn die Beteiligten informiert würden.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Zum einen geht es darum, den Investitionsstau der letzten Jahre aufzuarbeiten – Stichwort Schule, Kindergärten oder auch Wohnen. Dafür braucht es jedoch zunächst ein Gesamtkonzept für alle Bereiche. Wenn klar ist, wo künftig was passieren soll, dann können wir – unter Einbeziehung aller Beteiligten – Schritt für Schritt in die Planung und Umsetzung gehen. Zum anderen müssen Zukunftsthemen angepackt werden: Digitalisierung, Klimaschutz, Stadtmarketing etc.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  1. Ich will die Menschen wieder für die Stadt begeistern! Indem wir z.B. offen und klar kommunizieren, Entscheidungen transparent machen, die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und wertschätzen. 
  2. Ich will, dass Neuötting wieder die Vorreiterrolle übernimmt, z.B. beim Thema Digitalisierung oder bei modernen, kreativen Wohnraumlösungen 
  3. Unsere Schulen und Kindergärten sollen modern ausgestatteter Lern- und Lebensraum für Kinder werden.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Bezahlbarer Wohnraum ist in Neuötting absolut Mangelware! Zahlreiche junge Menschen erzählen mir, dass sie in umliegende Gemeinden ziehen (oder bereits gezogen sind), weil sie hier in Neuötting nichts finden. Ich werde alles daran setzen, auch hier Lösungen zu finden, in engem Schulterschluss mit unserer Baugenossenschaft. Dazu wäre ein Lösungsansatz, in den kommunalen Wohnungsbau einzusteigen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Ich wohne seit zwei Jahren in einem Holzhaus. Das zeigt, dass mir das Thema persönlich sehr wichtig ist. Die Stadt kann hier konkret viel tun. Ein Beispiel: Das Feuerwehrhaus/Schützenheim Alzgern – ein städtisches Gebäude Baujahr 1985 – wird mit einer elektrischen Nachtspeicherheizung geheizt. Das ist in der heutigen Zeit weder energieeffizient noch finanziell darstellbar. Die Lösung liegt so nah, nämlich mit einem gemeinsamen BHKW, an das auch das Sportheim sowie einige Nachbarn angeschlossen werden könnten. Bis dato wurde diese Lösung abgelehnt, ein Alternativvorschlag liegt nicht vor. Darüber hinaus sprechen wir hier natürlich auch über ein kommunales Klimakonzept, das beispielsweise nachhaltige Flächennutzung genauso beinhaltet wie Energiemanagement in städtischen Liegenschaften.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Es ist wichtig und richtig, dass Klima- und Naturschutz im Gespräch sind. Gleichzeitig braucht es – wie in allen Bereichen – eine Ausgewogenheit: Nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch machbar. Ich werde zusammen mit den Bürger*innen und Experten ganz sicher Wege finden, dass auch die Stadt ihren Beitrag leisten kann. Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass hier auch jeder Einzelne gefragt ist. Jeder Garten- und Balkonbesitzer kann mit Blühsträuchern, Blumen oder kleinen Blumenwiesen seinen Beitrag leisten.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Zwei Dinge: Ich stehe für Offenheit, Klarheit und Transparenz – daran werde ich mich auch gerne messen lassen! Und: Bitte gehen Sie auf jeden Fall zur Wahl! Vielen Dank.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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