EM-"Fanartikel" mit Mehrwert

Alzgern: Flagge zeigen und Gutes tun

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Damit fängt alles an: Wolle und Nadel
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Alzgern - Mit den selbstgemachten EM-"Fanartikeln" der "Suibawuschl" kann man nicht nur ganz toll Flagge zeigen auf der Fußball-Party sondern auch noch Gutes tun: 100% Spende gehen an Suibamoond.

Die Fußball-EM läuft und für die Deutsche Mannschaft läuft es nicht schlecht. Was auch gut läuft, sind die Fanartikel. Aus Alzgern kommen ganz besondere Wege zu zeigen, dass man mit der Mannschaft mitfiebert und die haben auch noch eine zweite „Funktion“.

50.000 in 5 Jahren

Mei Dochta is dro schuid“, erzählt Maria Wortmann darüber, wie alles angefangen hat. Eine ihrer beiden Töchter habe unbedingt ein Buch mit Häkelanleitungen haben wollen. Gesagt, getan und wie Kinder halt so sind, musste sich schließlich auch die Mama in die Sache einarbeiten und mithäkeln.

Herausgekommen sind die „Suibawuschl“, eine Gruppe von Damen, die sich dem Hilfsprojekt „Suibamoond“ des Musikers Alfons Hasenknopf verschrieben haben. Sie stricken und häkeln, was das Zeug hält und sammeln für die dabei entstandenen „Viecherln“, Topflappen und Handytaschen Spenden für die Hilfe für seelisch und sexuell missbrauchte Kinder. In fünf Jahren sind so mehr als 50.000 Euro für „Suibamoond“, zusammengekommen, Tendenz stetig steigend.

EM-„Viecherl“

Natürlich sind die „Suibawuschl“ immer up to date und so haben sie selbstverständlich auch zur EM passende „Viecherl“, Handytaschen oder Schlüsselanhänger im Angebot. Die Damen übernehmen auch schon mal Sonderaufträge. So hat sich Maria Wortmann auch gleich an den Orakel-Schnecken versucht. „Ja“, sagt sie nach dem Prototyp, „davon kann ich mehr machen“.

EM-Schnecken: Bilder von der Herstellung

Die italienische Schnecke könne sie „aus Zeitgründen“ gerade nicht machen, so Wortmann aber „freilich mach ich die Schnecken in jeder Landesausführung sofern gewünscht“. Für eine Schnecke ist eine einmalige Spende an „Suibamoond“ in Höhe von fünf Euro ausgelobt.

100% Spende

Was die „Suibawuschl“ da machen, machen sie 100% für Suibamoond. Nicht ein Spendencent bleibt irgendwo hängen. Materialspenden von Firmen und Privatleuten machen es möglich. Was gebraucht wird, postet die Alzgernerin regelmäßig auf Facebook in der Gruppe Suibamoond. Nicht zuletzt dadurch haben die Wuschl ihr Angebot stetig erweitert und immer mehr Spenden generiert.

Schon vor der ehrenamtlichen Arbeit mit Nadel und Faden hatten sich Maria Wortmann und ihre Freundinnen für Suibamoond engagiert. „Ich kenne Alfons schon lange und ich wollte meinen Teil beitragen“, sagt die Alzgernerin. „Bei den verschiedensten Gelegenheiten haben wir gegen eine kleine Spende Kinder geschminkt“.

So kamen im ersten Jahr ein paar Hundert Euro für das Hilfsprojekt des Marktler Musikers Alfons Hasenknopf zusammen. Mit dem Häkeln kam das Stricken und auch die Suibawuschl wurden mehr. „Unsere ersten Viecherl habens uns quasi von der Nadel weg erspendet“, erinnert sich Maria Wortmann.

Mehrwertspende

Ich kann diese Summe beim besten Willen nicht in Relation setzen“, sagte Alfons Hasenknopf zum Fünfjährigem. Privat wisse jeder, was er mit so viel Geld anfangen würde. Bei Suibamoond hätten diese 50 Tausend Euro aber einen erheblichen Mehrwert, so der Gründer des Hilfsprojektes. „Wenn Kinder wieder in ein seelisches Gleichgewicht finden, dann macht das alle froh“.

Suibamoond unterstützt Betroffene bei der Finanzierung von Therapien. Daneben gibt es Angebote im Bereich Prävention. So hilft Suibamoond bei der Finanzierung von Selbstverteidigungskursen, gibt Informationsbroschüren heraus, organisiert Tagungen oder arbeitet mit Künstlern aus der Region in Workshops zum Thema Gewalt zusammen.

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