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Neuöttinger geht mit Humor gegen Internetnepp & Co vor

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Altötting/Neuötting - Wieder Anzeigen gegen das angebliche Microsoft Service Center. Dahinter steckt eine Telefonfalle bzw. ein ganz gemeiner Internetnepp. Es geht um Ihre sensibelsten Daten.

Wieso sollte ein Softwareriese wie Microsoft jeden seiner Kunden einzeln anrufen, wenn es ein Problem mit Windows gibt? Gut, dass man dort in Zeiten von Datensammelgigant Google entsprechende Daten haben könnte, wäre vielleicht sogar vorstellbar. Warum aber spricht der Anrufer dann Englisch?

Die Masche funktioniert immer noch

Es ist eine Masche, um an empfindliche Daten zu kommen und sie läuft immer gleich. Neu ist sie nicht aber sie funktioniert offenbar noch immer. Wie der Alt- Neuöttinger Anzeiger berichtet, sind in den letzten Wochen und Monaten gleich mehrere Anzeigen bei der Polizei eingegangen.

Das Blatt berichtet von einer gebürtigen Amerikanerin, die im Landkreis Altötting lebt und selbst mehrfach solche Anrufe bekommen haben will. Als Native English Speakerin habe sie den Braten natürlich sofort gerochen. Als es eine Dame fortgeschrittenen Alters aus ihrem Bekanntenkreis traf, habe sie die Sache zur Anzeige gebracht

Internetnepp & Co sind eine ständige Gefahr

Offenbar ist es leichter, Herrschaften älteren Semesters mit dieser Masche übers Ohr zu hauen. Das weiß auch der Musikpädagoge, Multiinstrumentalist und Videokünstler Markus Straßer aus Neuötting. Er selbst habe bereits vor rund eineinhalb Jahren gleich zwei solcher Anrufe bekommen und könne sich an eine Vorwahl aus Südamerika erinnern, so Straßer gegenüber innsalzach24. „Ein Freund von mir ist auf den ersten Teil reingefallen“, sagt er. „Erst als der Anrufer seine Bankverbindung wissen wollte, wurde er skeptisch“. Dieser Freund sei eben auch nicht mehr der jüngste und überhaupt: „In der heutigen Zeit ist keiner vor einem Internetnepp gefeit“. Straßer erzählt von Phishing Mails, auf die er um ein Haar schon selbst hereingefallen wäre. „Die sehen mittlerweile wirklich aus wie echt“. 

Ein Video klärt auf

Um ein vielfaches weniger echt seien ihm die Anrufe vom angeblichen Microsoft Service Center vorgekommen. Bereits Anfang 2015 erhielt er den ersten. Die Masche scheint bis heute gleich geblieben zu sein. Als er wenige Tage nach dem ersten Anruf noch einen erhielt und sich an die angezeigte Nummer erinnern konnte, zückte er schnell seine Kamera und machte dieses Video: 

„Im Nachhinein wären mir noch so viele Gags eingefallen“, schmunzelt Straßer, „aber live ist live“. Ob es nun zum Schmunzeln anregt oder bei der Aufklärung hilft. Am liebsten ist dem Musikpädagogen, Multiinstrumentalisten und Videokünstler aus Neuötting natürlich beides.

Rubriklistenbild: © Screenshot youtube

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