Aus dem Stadtrat Neuöting

Nach langer Amtszeit: Behindertenbeauftragter Klaus-Peter Schwarz verabschiedet

pbj
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Klaus-Peter Schwarz gibt den Posten als Behindertenbeautragter der Stadt Neuötting an Oskar Hecht ab.

Neuötting - Auf der Stadtratssitzung verabschiedete Bürgermeister Peter Haugeneder(SPD) am Donnerstag den Behindertenbeauftragten. Im gleichen Zuge berief er seinen Nachfolger Oskar Hecht.

Über eine Dekade lang hat Klaus-Peter Schwarz als Behindertenbeauftragter in der Stadt am Inn viel bewegt. So regte er schon kurz nach seiner Berufung im Jahr 2009 die Einberufung eines Behindertenbeirats an, um damit die vielfältigen Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Das 36-köpfige Gremium ist nicht nur Anlaufstelle für Betroffene, sondern kümmert sich auch um die Barrierefreiheit in Neuötting und fördert die Inklusion.


Bereits ein Jahr später legte der Beirat unter Federführung des heute 69-Jährigen dann einen Teilhabeplan vor, in dem beispielsweise konkrete Verbesserungen in öffentlichen wie auch privaten Gebäuden und im öffentlichen Raum voran gebracht wurden. Informations- und Beratungsmöglichkeiten wurden übersichtlich zusammengestellt und nicht zuletzt die Situation an den Arbeitsplätzen und bei der Freitzeitgestaltung verbessert.

"Das hat sogar internationales Interesse geweckt!", lobte Bürgermeister Peter Haugeneder den Scheidenden. Denn an der Arbeit des ständigen Ausschusses des Beirats, der mehrfach im Jahr tagt, nahmen zweimal Fachleute aus Österreich teil und einmal sogar eine Gruppe aus Rumänien mit hochrangigen Regierungsvertretern. Ziel des Neuöttinger Behindertenbeauftragten war und ist es, so etwas auch für den Landkreis Altötting zu etablieren. Dafür gab Klaus-Peter Schwarz, der 2013 im Fach Philosophie über die zunehmende Kommerzialisierung des gesamten Gesundheitsbereichs promovierte, seinem Nachfolger die besten Wünsche mit auf den Weg. Zudem bedankte er sich bei allen Wegbegleitern.


Seine Expertise erlangte Klaus-Peter Schwarz über sein berufliches Wirken, vor allem im Neuöttinger Paulusstift, wo er von 1994 an leitende Funktionen inne hatte, bis er vor drei Jahren in den Ruhestand ging. Aus diesem Umfeld, nämlich von der Jakob Friedrich Busserau-Stiftung stammt im Übrigen auch sein Nachfolger Oskar Hecht. Wie Bürgermeister Peter Haugeneder betonte, sei der neue Behindertenbeauftragte keineswegs ein Unbekannter, sondern habe „bisher schon kräftig mit gewirkt“.

pbj

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