Bundespolizei an der A94

Mutmaßliche Schleuser bei Neuötting hochgenommen - 13 Personen ausgewiesen

Neuötting/Freilassing – Die Bundespolizei hat am Montag, den 27. Juli, an der A94 bei Neuötting und an der Saalbrücke in Freilassing die Einschleusung von insgesamt 13 Osteuropäern vereitelt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:


Die Beamten schickten 12 vorgebliche Arbeitskräfte sowie einen angeblichen Autokäufer zurück nach Österreich und lieferten die beiden mutmaßlichen Schleuser in bayerische Justizvollzugsanstalten ein.

Mühldorfer Bundespolizisten stoppten am Montagmorgen an der A94 auf Höhe der Anschlussstelle Neuötting eine neunköpfige Reisegruppe in einem Kleintransporter mit ukrainischer Zulassung. Die Frauen und Männer waren allesamt ukrainische Staatsangehörige. Sie zeigten den Beamten ihre Reisepässe und acht Arbeitsverträge. Den Grenzfahndern fielen allerdings einige Ungereimtheiten auf. Nach telefonischer Rücksprache mit dem angeblichen Arbeitgeber stand kurz darauf fest, dass die Verträge gefälscht waren.


Ein 41-jähriger Mitreisender besaß zwar ein polnisches Visum, machte aber widersprüchliche Angaben zu seiner Reise nach Deutschland. Der Mann wollte angeblich ein Auto kaufen, konnte allerdings nicht annähernd die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel vorweisen. Als die Grenzfahnder schließlich die Hotelbuchung des Ukrainers überprüften, erkannten sie, dass er diese kurz zuvor wieder storniert hatte.

Die Beamten zeigten den vermeintlichen Autokäufer und seine sieben Landsleute wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Gegen die vorgeblichen Arbeiterinnen und Arbeiter wird zudem wegen Urkundenfälschung ermittelt. Die Bundespolizei Freilassing übergab die Personen am Montagabend den österreichischen Behörden.

Den 35-jährigen Fahrer des Transporters führten die Bundespolizisten noch am selben Tag wegen Schleusungsverdacht dem Ermittlungsrichter vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Der 35-Jährige sitzt seitdem in einem bayerischen Gefängnis. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern und aufgrund seines gefälschten Arbeitsvertrages zudem wegen Urkundenfälschung sowie versuchter unerlaubter Einreise vor Gericht verantworten müssen.

Darüber hinaus vereitelten Bundespolizisten am Montagmittag an der Saalbrücke bei Freilassing (B304) die Einschleusung einer weiteren Gruppe angeblicher Arbeitskräfte aus Osteuropa. Als die Beamten in einem Kleinbus mit bosnischem Kennzeichen sechs Reisende aus Bosnien und Serbien kontrollierten, zeigten diese ebenfalls Anstellungsverträge vor. Zwar waren die Arbeitspapiere gültig, jedoch besaß keiner von ihnen den für die Arbeitsaufnahme erforderlichen Aufenthaltstitel.

Die Freilassinger Bundespolizisten zeigten die fünf Arbeitskräfte wegen versuchter unerlaubter Einreise an und schickten sie am Dienstagmorgen (28. Juli) nach Österreich zurück. Die Beamten führten am Dienstagvormittag auch den 36-jährigen Fahrer des Kleinbusses dem Haftrichter vor und lieferten ihn anschließend in eine bayerische Justizvollzugsanstalt ein.

Pressemitteilung der Bundespolizei Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolizei (Symbolbild)

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