Hochwasser stoppt Kirchturmsanierung

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Neuötting - Die Pfarrei hat die Kirchturmsanierung auf 2014 verschoben. Einer der Gründe ist neben der enormen Kostensteigerung das Hochwasser.

Das Hochwasser hat einer baldigen Kirchturmsanierung den endgültigen K.O. verpasst. Weil die Diözese Passau aufgrund der Flut die Deckungsreserven vollständig auflösen musste, kann sie die Kostensteigerung in Neuötting nicht mittragen - zumindest nicht mehr in diesem Jahr.

Hochwasser belastet den Haushalt der Diözese

Pfarrei und Diözese finanzieren das Projekt gemeinsam und bis zu einem gewissen Kostendeckel sollte die Diözese auch eventuelle Kostensteigerungen kofinanzieren. Wegen des Hochwassers fehlen dazu aber die Mittel im Haushalt.

In Neuötting ist man jedoch vorsichtig optimistisch, 2014 auf die volle finanzielle Unterstützung des Bistums zählen zu können. Bis zu den ursprünglich veranschlagten 140.000 Euro ist die Kirchturmsanierung ohnehin eine genehmigte Maßnahme. Lediglich eine Kofinanzierung der Mehrkosten durch die Diözese ist noch nicht beschlossen.

Ende 2013 finden im Bistum Passau die Haushaltsberatungen statt, sodass die Pfarrei Neuötting wohl spätestens im Dezember Gewissheit hat, inwieweit das Bistum die Kostensteigerung mittragen wird.

Denkmalamt zu Zugeständnissen bereit

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Bei den Verhandlungen über eine Reduzierung der Baukosten hat die Pfarrei zumindest einen Teilerfolg erzielt. Das Denkmalamt hat, wie von der Pfarrei gewünscht, die vorgeschriebene Körnung für den Putz verringert. Damit kann dieser auch mit herkömmlichen Verputzmaschinen aufgetragen werden - ein großes Ersparnis für die Baufirmen. Unterm Strich hätten die Gespräche mit den Baufirmen aber nicht zu dem Ziel geführt, das man sich erhofft hätte, so Kirchenpfleger Thomas Bruckmeier gegenüber innsalzach24.

Ein weiterer Grund für die Verschiebung ist praktischer Natur. Der Gerüstaufbau, eigentlich schon für Anfang Juni geplant, könnte erst im August stattfinden. Dann aber würde die Sanierung heuer nicht mehr abgeschlossen. Auch deshalb hat sich die Pfarrei für einen Neubeginn 2014 entschieden - mit mehr Zeit und wahrscheinlich größerer finanzieller Unterstützung durch das Bistum Passau.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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