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Flüchtlinge: "Problemlösung im Vordergrund"

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Neuötting - Grünen-Stadtrat Martin Ober fordert mehr Unterstützung für das Ehrenamt im Umgang mit Flüchtlingen. Wie die Stadt die Belastung für die Freiwilligen reduzieren könnte: 

"Es gibt zahlreiche Aufgaben unserer Ehrenamtlichen, die eigentlich die öffentliche Hand übernehmen sollte", stellte der Grünen-Stadtrat Martin Ober am Donnerstag Abend in der Sitzung des Neuöttinger Stadtrats fest. Wie in den meisten Bayerischen Landkreisen, arbeiten die ehrenamtlichen Helfer derzeit an der Belastungsgrenze, teilweise sogar darüber. Abhilfe könnte zusätzliches Personal bringen.

Kommt eine Koordinierung-Stelle in den Landkreis?

Eine Art runder Tisch in der Stadt, mit allen Personen, die aktuell bei der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik involviert seien, könne schließlich dazu führen, dass wichtige Kontakt hergestellt werden könnten, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten, schlug Martin Ober dem Gremium am Donnerstag Abend vor. Es gehe ihm dabei am Ende auch darum, den Ehrenamtlichen Arbeit abzunehmen, ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen, die dazu auch in Sachen Koordination behilflich sein kann.

"Die Problemlösung steht hier absolut im Vordergrund", so Ober, der darüber hinaus anregte, auch in Absprache mit der Stadt Altötting und dem Landratsamt weitere Maßnahmen zu ergreifen. Veit Hartsperger von der CSU ergänzte dazu, dass eine zentrale Anlaufstelle im Landkreis schlicht auch "im Mittelzentrum, und nicht in Burghausen" angesiedelt werden sollte.

Standort noch nicht bekannt

"Derzeit läuft eine Initiative in Bayern. An 14 Orten sollen Stellen zur Ehrenamtskoordination vom Freistaat geschaffen werden", antwortete Bürgermeister Peter Haugeneder. Die Einrichtungen sollen dabei möglichst über ganz Bayern verteilt werden, um den freiwilligen Helfern möglichst effizient unter die Arme greifen zu können. Ob und wo im Landkreis Altötting eine solche Stelle geschaffen werden könnte, konnte Peter Haugeneder jedoch noch nicht sagen. "Wir unterstützen den, der zu uns kommt", so der Bürgermeister weiter und verwies auf bereits bestehende Strukturen des Roten Kreuzes.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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