St. Paulusstift: Was tun, wenns brennt?

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Neuötting - Die Angst vor der Feuerwehr nehmen, das richtige Verhalten im Brandfall vermitteln - das wollte die Feuerwehr bei ihrem Besuch im St. Paulusstift erreichen:

Brandschutzaufklärung bei erwachsenen Menschen mit Behinderung, geht das überhaupt? Die Verantwortlichen der Neuöttinger Feuerwehr stellten sich gerne dieser, für sie doch eher ungewöhnlichen Aufgabe. Das Team Brandschutz, allen voran der zweite Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Neuötting, Jürgen Gastel, haben in einem ausführlichen Gespräch vorab die Vorgaben für eine Brandschutzaufklärung in der Fördergruppe des St. Paulusstiftes in Neuötting mit den Betreuern abgesprochen. Die Angst vor dem Feuerwehrmann nehmen und das richtige Verhalten im Brandfall waren den Betreuen besonders wichtige Lerninhalte..

Am vergangenen Dienstagvormittag war es dann soweit. Mit einem Löschfahrzeug fuhren die Aktiven, Simon Waxenberger, Pattrick Ecker und Jürgen Gastel in das unmittelbar neben dem Feuerwehrhaus gelegene St. Paulusstift. Dort wurden Sie schon von den Bewohnern und ihren Betreuern freudig erwartet. Tagelang vorher hatten Sie sich schon auf den Besuch der Feuerwehr vorbeireitet. Nun war es soweit, doch leider war außer der Feuerwehrpuppe Flori war keiner in Feuerwehruniform. Nach und nach wurde aus der Zivilperson Simon Waxenberger, der mit der kompletten Schutzausrüstung ausgestattete Feuerwehrmann mit angelegten Atemschutz. So wurde spielerisch den Bewohnern die Angst vor fremdartigen Geräuschen und Wahrnehmungen genommen. Sogar die Fluchthaube, die Feuerwehren zum Retten von Personen aus verrauchten Gebäuden mitführen wollten die ganz Mutigen unter den Bewohner gerne aufsetzen und diese auch selbst ausprobieren. Auch das richtige Verhalten im Brandfall wurde den Behinderten anschaulich erklärt. Das die Betreuer auch ganz sicher den Notruf absetzen können und die Notrufnummer 112 ganz sicher beherrschen wurde überprüft und geprobt. Mutige trauten sich dann noch und wurden mit dem Evakuierungsstuhl aus dem zweiten Stockwerk ganz leicht, über das enge Treppenhaus ins Erdgeschoss gefahren, denn sie hatten vorher gelernt dass im Brandfall die vorhandenen Aufzüge nicht benutzt werden dürfen. Selbstverständlich durften danach die Besichtigung des Feuerwehrautos und eine kleine Spritzfahrt damit nicht fehlen. Ein Foto mit einem richtigen Feuerwehrmann und den Behinderten wird die Mitglieder der Förderstätte noch lange an diese erste Brandschutzaufklärung im St.Paulusstift erinnern. „Die Feuerwehr Neuötting hat sich gerne dieser neuen Herausforderung gestellt und wenn man bedenkt dass in Neuötting ca 1000 Menschen in den Pflege- und Behinderteneinrichtungen wohnen und arbeiten ist Brandschutzaufklärung hier besonders wichtig“ so der 2.Vorstand Jürgen Gastel.

Die Feuerwehr Neuötting im St. Paulusstift

Pressemitteilung Feuerwehr Neuötting

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