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Spendenlauf in Altötting für krebskranke Kinder

Teil zwei von „einfach einhundert“: Mindestens 1500 Runden sollen es werden und mehr als 19 Euro pro Runde

Michael Nitzsche kann auf die Unterstützung seiner Frau Lisa setzen.
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Michael Nitzsche kann auf die Unterstützung seiner Frau Lisa setzen. „Da habe ich wirklich Glück“, so der 37-Jährige.

Ultraläufer Michael Nitzsche läuft für Kinder und mit Kindern, die Hilfe brauchen. Seine Benefiz-Laufaktion „einfach einhundert“ wurde 2021 beim Debüt ein großer Erfolg. Statt um Corona ging es plötzlich um andere wichtige Ziele. Am 10. September 2022 wird die Aktion wiederholt - größer, besser und breiter. Das Beste: Ein kleiner „Heldenlauf“ ist geplant für Kinder, die gesund oder auch nicht ganz gesund sind.

Neuötting - Michael Nitzsche ist Vorzeige-Papa. Aktuell ist der Neuöttinger und dreifache Vater in Elternzeit und unterstützt seine Frau zu Hause. Dieses Modell ist vorbildlich und zeigt, wie seht der Ultraläufer Menschen im Blick hat, die Hilfe brauchen.

Am 10. September 2022 wird er seinen Spendenlaufeinfach einhundertwiederholen - wieder zu Gunsten der Kinderkrebshilfe „BALU. Im August 2021 fand das Debüt statt.

Balu ist einerseits eine Hommage an die Bären-Figur aus Rudyard Kiplings Dschungelbuch. Beim Bayerischen Roten Kreuz steht die Abkürzung für Begleitung, Anteilnahme, Lebensmut, Unterstützung. Die Betreuung krebskranker Kinder und deren Familien ist ein zentrales Anliegen der Psychosozialen Krebsnachsorge.

Auch „kleine Helden“ werden 2022 mitlaufen. Zugunsten von „BALU“. Und Erwachsene. Organisator ist Michael Nitzsche (Foto oben, ganz links).

Bemerkenswert: Es gibt sogar eine eigene BALU-Trauergruppe für Hinterbliebene von Kindern, die den Kampf gegen eine Krebserkrankung verloren haben.

Gerne dürfen Teilnehmer gemütlich walken - Es geht vor allem um den guten Zweck

„2021 hat es so gut funktioniert. Trotz Corona. Deshalb wiederholen wir die Aktion. Es ist keine todernste Veranstaltung. Viele walken auch nur ein paar Runden. Kinder sind extra willkommen. Es geht vor allem um den guten Zweck“. So umreißt Initiator Michael Nitzsche seine Pläne.

„Auch wenn uns der Ukraine-Krieg und Corona viel Aufmerksamkeit nehmen, wollen wir den Blick für andere wichtige Dinge schärfen“. Schon seit Monaten feilt der gebürtige Sachse am Programm und klopft bei Sponsoren an. Viele regionale Unternehmen öffnen ihm gerne die Türen und machen aktiv mit.

Auf seiner Website erscheinen schon die Logos zahlreicher bekannter Unternehmen der Region: ViscoTec aus Töging, Metzgerei Wasner aus Bad Birnbach, Salfer Bürotechnik aus Mühldorf, Sport Hunger aus München oder der Energieversorger Bayernwerk Netz GmbH. Die Firma GERMAN Estrich aus Trostberg ist nun auch offizieller Runden Sponsor. Andrea Strobl von German Estrich ist Ultraläuferin und peilt am 10. September die zwölf Stunden an.  

Das Ganze funktioniert so: Pro gelaufene Runde je Teilnehmer spenden die Sponsoren einen bestimmten Betrag. 2021 wurden 19 Euro pro Runde erreicht. Bei aktuellem Anmeldestand an Sponsoren und Teilnehmern werden es in diesem Jahr „nur“ 7 Euro pro Runde werden - bei insgesamt 800 Runden.

„Doch bis September wollen wir das noch gewaltig steigern, ist Nitzsche überzeugt. 1.500 bis 1.800 Runden insgesamt peilt er für 2022 an. Voriges Jahr waren es 1.000 Runden. Wie auch immer: Die Spenden gehen direkt an BALU. Die 20.000 Euro Gesamtsumme von 2021 soll übertroffen werden.

Manche Ultraläufer wollen zwölf Stunden lang laufen

Jeder läuft so viel er bzw. sie will. Echte Ultraläufer wie Nitzsche sind am Start, tatsächlich von 7 bis 19 Uhr zwölf Stunden durchlaufen wollen. Solche Leistungen fließen auch bei ´einfach einhundert´ in die offizielle DUV-Statistik ein.

Es gibt dafür eine eigene Stundenwertung. Wer nicht so fit ist oder es gemütlich angehen lassen, kann joggen, traben oder walken. Nitzsche: „Einige Teilnehmer spulen ein paar Runden ab und lassen es dann gut sein. Andere sind ehrgeiziger.“

Kleine Helden Lauf am 10. September 2022: „Nur Gewinner“

Eine Besonderheit dieses Jahr wird der Kleine Helden Lauf. „Wir möchten die wahren Helden - unsere Kinder - in den Mittelpunkt setzen – und Ihnen den Platz geben, der Ihnen gebührt“, so Michael Nitzsche. Ganz besonders willkommen sind Kinder, die nicht ganz gesund oder gerade in Behandlung sind. Circa 20 Kinds sind aktuell schon angemeldet.

Alle Kinder im Alter von 3 – 10 Jahren können teilnehmen – selbstverständlich auch zusammen mit Ihren Eltern. Der besondere Lauf beginnt um 10 Uhr – dann haben die Kinder mit und ohne der Hilfe der Eltern 1 Stunde Zeit eine Runde (oder auch eine Zweite) zu absolvieren und sich dann gehörig feiern zu lassen. Es wird eine richtige Startnummer und Urkunde für die Sieger geben – beim Kleine Helden Lauf gibt es nämlich nur Gewinner.

Um den Corona-Regeln zu entsprechen, hat Michael Nitzsche folgendes Laufsystem in Absprache mit dem Gesundheitsamt im Landkreis Altötting entwickelt: Alle 30 Minuten gehen zehn neue Starter auf die Strecke. Wie bei einem Staffellauf. Am Tag vor dem Event kann sich jeder Teilnehmer eine Startzeit aussuchen.

Nitzsche: „Bereits bei der Anmeldung wählt der Teilnehmer seine Startzeit aus. Die Obergrenze sind 100 Menschen für den gesamten Tag. Kinder zählen da nicht mit. Voraussichtlich sind sowieso nie 100 Personen gleichzeitig auf der Strecke.“ Erwartet wird ein bunter Mix aller Altersgruppen: 15/16-jährige Jungspunde und drahtige Läufer aus der Generation 60 Plus.

Es wird eine Teamwertung geben, um hier unter anderem 1) Das schnellste Team, 2) Das älteste Team, 3) Das jüngste Team, 4) Das Team mit den meisten Runden, 5) Das Team mit der besten Laune, 6) Das hilfreichste Team, 7) Das Team mit den meisten Pausen usw. zu küren.

Feldweg und Asphalt: Die Streckenführung in Altötting.

Bitte noch fleißig anmelden!

Wer noch Lust hat, für den guten Zweck die Zwei-Kilometer-Runde mitzulaufen, kann sich hier (nach ganz unten scrollen) noch bis zum 9. September 2022 anmelden. Die Startgebühr in Höhe von 10 Euro dient dem guten Zweck.

Die Runde durch Altötting ist einfach zu laufen. Sie besteht aus 500 Metern Asphalt und 1.500 Metern Feldweg. Seit 18. August 2021 ist die Strecke offiziell vermessen.

Alles ist einsehbar. Niemand fühlt sich alleine. 50 Prozent der auf 100 Teilnehmer begrenzten Veranstaltung sind schon erreicht. „Viele Wiederholungstäter sind dabei“, so Nitzsche.

Und viele neue Gesichter dürfen kommen. Man kann kann sicher sagen, dass es sich lohnt.

-rok-

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