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In Zusammenarbeit mit dem Verbund Innkraftwerke soll das Gebiet aufgewertet werden

Neuötting bekommt Naherholungsgebiet: „Großer Gewinn“, „vorbildhaft“ und „sehr positiv“

Die Fläche unweit des Mörnbaches soll zu einem Naherholungsgebiet in Neuötting umgestaltet werden.
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Die Fläche unweit des Mörnbaches soll zu einem Naherholungsgebiet umgestaltet werden. Die wellige Topographie soll dabei verstärkt werden. Ein kleines Manko sind zudem die Stromleitungen, die die Planungen etwas einschränken.

In Neuötting soll bis zum Frühjahr 2022 ein Naherholungsgebiet am Mörnbach in der Nähe des Innkraftwerkes entstehen. Die Stadträte sind von den Plänen begeistert, die ihnen in der letzten Stadtratssitzung am Mittwoch, 12. Mai, vorgestellt wurden. Einen Kritikpunkt gab es jedoch auch.

Neuötting – Bürgermeister Peter Haugeneder sprach von einem „großen Gewinn“, Stephan Mayer (CSU) nannte das Projekt „vorbildhaft“ und Martin Ober (Grünen), Referent für Umwelt und Naturschutz, sah das Ganze „sehr positiv“. Die Planungen der Landschaftsarchitektur Niederlöhner aus Wasserburg überzeugte das ganze Gremium.

Naherholungsgebiet in Neuötting: Wasser soll das große Thema sein

Entstehen soll das Naherholungsgebiet auf einer Fläche der Stadt und des Verbundes Innkraftwerke in der Nähe des Mörnbaches nordöstlich des Spielplatzes „Am Bärenbach“. Im Vordergrund des Projektes soll Wasser eine zentrale Rolle spielen. Geplant ist derzeit, dass mehrere Teiche entstehen. An einem dieser Gewässer soll der Zugang über das Ufer möglich sein und Sitzstufen gebaut werden. Auch ein „Weg durch den Teich“, der unterirdisch verläuft und einen Blick ins Wasser ermöglicht, ist geplant. Hinzu kommen Wasserspiele, die den Kindern spielerisch die Wasserströmung vermitteln sollen.

Doch auch die Natur steht im Fokus. Die Wiederherstellung von Lebensräumen soll die Artenvielfalt erhöhen. Geplant sind zudem Maßnahmen für beispielsweise Fledermäuse, Igel, Vögel und Insekten. Hier können in der weiteren Planung auch Interessensgruppen ihre Idee mit in das Projekt einfließen lassen. Es entstehe ein vielfältigeres Ortsbild, so die Meinung der Planer.

Anwohner und Biber müssen mit keinen größeren Einschränken rechnen

Für Patrick Wurm (CSU) sehen die Pläne vielversprechend aus. Doch er wollte von der Landschaftsarchitektur wissen, ob die Einwohner beeinträchtigt werden und vielleicht sogar höhere Zäune errichten müssen. Das sei laut den Planern allerdings nicht der Fall. Unter Umständen seien vielleicht Frösche zu hören, die sich am Teich niederlassen werden. Insgesamt hätten die Anwohner einen höheren Nutzen als Nachteil. Ein Gespräch mit den Anliegern stehe aber nach der Genehmigung an, wo mögliche Bedenken besprochen werden könnten.

Stefan Wienzl (SPD), der selbst in der Nähe wohnt, freue sich schon darauf, wenn dies so umgesetzt wird. Dennoch interessierte er sich für mögliche Maßnahmen für die Biber, die sich in diesem Gebiet aufhalten. Der Biberbau soll aber erhalten bleiben, die Bäume werden mit einem entsprechenden Biberschutz versehen.

Entsteht ein neuer Brennpunkt? - Mayer: „Projekt pädagogisch sinnvoll“

Christa Puppe (Grünen) erkundigte sich nach der Instandhaltung, die sehr wichtig in einem solchen Gebiet ist. Schließlich sei es ein öffentlicher Raum, der nicht kontrolliert wird. Es könnten Treffpunkte entstehen und auch Müll hinterlassen werden. Haugeneder sah darin kein Kriterium, da sich der Bauhof darum kümmern würde, wie es auch bei Spielplätzen ist. Geplant sei laut der Landschaftsarchitektur, dass keine Hecken gepflanzt werden, sondern nur Bäume. Dies würde eine freie Sicht ermöglichen und möglichen Vandalismus erfahrungsgemäß einschränken.

Mayer (CSU) sprach seine volle Unterstützung aus. Wasser erlebbar machen wäre pädagogisch sinnvoll. Auch die anderen Projekte vom Verbund seien vorbildhaft. Dennoch hatte er eine Bitte: Man solle über diese Grundstücke hinaus denken. Auch Fraktionskollege Klaus Angermaier begrüßte die Planungen, die Wasser, Mensch und Natur zusammenbringen würden.

Noch keine genauen Kosten - Fertigstellung bis Frühjahr 2022 geplant

Claudia Hann (CSU) erkundigte sich nach den Kosten. Diese würden sich aber im Rahmen halten. Genaue Zahlen würden dem Stadtrat laut Bürgermeister Haugeneder aber zeitnah präsentiert werden, sobald die konkrete Planung abgeschlossen ist. Der Zeitplan würde einen Beginn im diesen Jahr vorsehen, wenn die Genehmigung erteilt wird. „Bis zum Frühjahr 2022 wollen wir fertig sein“, so Haugeneder. Die Flächen könnten dem Ökokonto der Stadt gutgeschrieben werden, um bereits zukünftige Ausgleichsflächen zu besitzen.

Abschließend äußerte sich auch Ober zum Projekt, der die Detailplanung spannend findet. Etwas unglücklich habe er aber gefunden, dass er als Referent für Umwelt und Naturschutz bislang nicht in die Planungen involviert war. Es wäre sinnvoll, ihn mit einzubeziehen, was ihm Haugeneder nun auch zusicherte.

jz

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