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Wasserturm-Projekt Neuötting

Peter Urban: „Die Zahl der Bau-Auflagen, die ich erfüllen muss, kann sich kaum jemand vorstellen“

Der Neuöttinger Wasserturm (li.) im unrenovierten Zustand. Rechts: Peter Urban (hinten, links) im Bauausschuss.
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Der Neuöttinger Wasserturm (li.) im unrenovierten Zustand. Rechts: Peter Urban (hinten, links) im Bauausschuss.

Der Umbau des Wasserturms in Neuötting schlägt hohe Wellen. Einerseits sind hohe Erwartungen mit dem ambitionierten Bauvorhaben verknüpft. Andererseits befürchten viele Anwohner starke Einschränkungen. Nun nehmen Bauherr Peter Urban und das Landratsamt Altötting Stellung.

Neuötting - Immobilienunternehmer Peter Urban (66) aus Winhöring hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um seinen Bau-Traum zu verwirklichen: Sechs exklusive Wohnungen im alten Neuöttinger Wasserturm. Er selbst hat vorher „Wasserturm-Wohnungs-Projekte in Köln, Pilsting und Töging besichtigt, die mich begeistert haben“.

Bauausschuss Neuötting stimmt zu - Landratsamt Altötting muss final genehmigen

Wichtiges Signal für den Bauherrn war die Zustimmung des Bauausschusses der Stadt Neuötting am Mittwoch (3. August). Allerdings gab es eine Gegenstimme von Grünen-Stadträtin Christa Puppe. Sie hatte auch eine Eingabe im Namen einiger Anwohner beim Bauamt gemacht, die Bedenken hinsichtlich der Baumaßnahme bündelt.

Ungeklärt sind vor allem die Auswirkungen der Bautätigkeit auf die Mobilität der Anwohner. Will das Unternehmen Urban & Urban tatsächlich die ungesicherte Hangstraße als Baustellenzufahrt nutzen? Diese ist auf 3,5 Tonnen Gewicht beschränkt, nur in einer Richtung befahrbar und macht einen maroden Eindruck. Peter Urban nimmt gegenüber allen Einwänden Stellung und sieht kein Problem darin, dass Transportfahrzeuge auf der Straße Am Wasserturm fahren: „Wie sind denn die anderen Häuser oben am Hang alle gebaut worden? Auch hier wurde die Straße benutzt. Vor einigen Jahren habe ich auch einige Fuhren von Granitsteinen dort durchgeführt. Das war kein Problem.“ Sollte es an der Straße zu Schäden „oder Absenkungen durch Baufahrzeuge kommen, werde ich das selbstverständlich reparieren“, verspricht Urban in seiner Stellungnahme gegenüber innsalzach24.de am Montag (8. August).

Stellungnahme des Landratsamts Altötting zum Wasserturm - im Wortlaut

„Die Urban & Urban GdbR hat einen Bauantrag zum Umbau und zur Nutzungsänderung des Neuöttinger Wasserturms in sechs Wohneinheiten sowie zur Errichtung von Carports und einer Fluchttreppenanlage gestellt. Der Antrag befindet sich noch in der Prüfung. Die Stellungnahme der Stadt Neuötting liegt noch nicht vor. Der Kreisbrandrat als erforderliche Fachstelle ist beteiligt. Dessen Stellungnahme ist ebenfalls noch ausständig. Genehmigungsfähig ist das Vorhaben, wenn es sowohl bauplanungsrechtlich als auch bauordnungsrechtlich zulässig ist. Die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit ist gegeben. Bauordnungsrechtlich sind der Brandschutz und die Statik noch zu prüfen. Diesbezüglich kann daher noch keine Aussage über evtl. Auflagen getroffen werden.“

Mehrere Optionen für Baustellenzufahrt prinzipiell denkbar

Viele Punkte der Baumaßnahme sind aktuell noch ungeklärt - dazu gehört die Baustellenzufahrt. Peter Urban: „Es könnte auch sein, dass wir über das Gelände des Paulusstifts ausweichen, falls das genehmigt wird.“ Prinzipiell vorstellen könnte er sich auch mit Blick auf die zukünftige Nutzung des Turms „eine neue Zufahrt über das Müller Bräu Grundstück, das oben an den Wasserturm angrenzt.“ Mit Besitzer Reinhard Müller - selbst Mitglied des Stadtrats Neuötting - hat er nach eigener Aussage „noch nicht über diese Möglichkeit gesprochen“, wird dies aber „möglicherweise bald tun“.

So sieht es rund um den Wasserturm in Neuötting aus

Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.
Idyllisch, aber eng: Das Wohngebiet um den Wasserturm in der Pfarrer-Leeb-Straße in Neuötting.  © OVB24 / rok

Auch die Vorgaben des Kreisbrandrats, „der sich bereits oben umgesehen hat“, so Urban, „werde ich eins zu eins umsetzen, da ich ohne Probleme zeitnah bauen will“. Die Zahl der Auflagen, die ihm das städtische Bauamt und das Landratsamt gegeben haben, „können sich Außenstehende gar nicht vorstellen“. In Deutschland werde „jede Kleinigkeit durch eine eigene Regelung überprüft“. Der Wasserturm selbst sei in einem „guten Zustand, wenn man das Baujahr 1934 bedenkt“. Peter Urban legt trotzdem Wert darauf, „dass ein Statikbüro alle Schritte des Bauvorhabens begleitet“. Weil das Gebäude über 22 Meter hoch ist, muss er Vorschriften der Hochhausrichtlinie beachten.

Sendemasten der Mobilfunkanbieter sollen vom Wasserturm abgebaut werden

Die Sendemasten der Mobilfunkanbieter werden laut Peter Urban „perspektivisch im Rahmen des Umbaus vom Wasserturm verschwinden“. Das habe allerdings nichts zu tun mit möglichen gesundheitsgefährdenden Strahlungen: „Alle Sender sind von den Behörden überprüft und strahlen in die Ferne ab. Das bedeutet, dass am Turm selbst die geringste Strahlungsintensität“ herrsche. Sollten doch Gefahren für die Gesundheit von Personen von den Masten ausgehen, „habe ich mir als Vermieter ein Sonderkündigungsrecht einräumen lassen“, so Peter Urban.

So schön und exklusiv soll das Wohnen im alten Wasserturm einmal sein. Die Baupläne stammen vom Architekturbüro Bubl.

Peter Urban: „Ich ziehe das durch, wenn es genehmigt wird“

Obwohl er die Bedenken und „den Unmut über das vorübergehende Verlassen der Komfortzone der Anwohner am Hang durch die Baumaßnahme“ verstehe, werde er das „Vorhaben durchziehen, wenn es genehmigt wird“. Dafür brauche er nicht zwingend die Zustimmung aller Anwohner: „Trotzdem ist mir die gute Nachbarschaft sehr wichtig. Auch Fahrtrechte über mein Grundstück bleiben bestehen - oder werden neu eingeräumt. Ich nehme es eher so wahr, dass viele Anwohner irgendetwas von mir brauchen; die Zustimmung über eine Verbreiterung einer Zufahrt zum Beispiel. Ich bin immer gesprächsbereit.“

Nach der erteilten Baugenehmigung setze er sich nochmals gesondert mit den Anliegern auseinander. Wie bereits im ersten Artikel zur Thematik erwähnt, sieht Peter Urban „keinen klaren Zeitplan für Baubeginn oder Dauer der Bauphase“. Handwerker und Materialien seinen „schwer zu bekommen“. Dennoch ist er willens, „so schnell und so kurz wie möglich zu bauen“. Innerhalb von 12 bis 18 Monaten könne das Projekt durchgezogen sein, „so meine Wunschvorstellung“. Sollen die Arbeiten im Herbst 2023 oder im Frühjahr 2024 beginnen, könnten die Wohnungen also frühestens Ende 2024 - eher im Frühjahr 2025 - bezugsfertig sein. Sobald eine Baugenehmigung durch das Landratsamt Altötting vorliegt, wird diese vier Wochen später bestandskräftig.

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