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Recyclinghof Altötting-Neuötting

Veolia-Sprecherin: Keine Verlagerung von gefährlichen Abfällen, stattdessen weniger Lärm, Staub und Abgase

Die neue Ampel am Wertstoffhof in Ampfing. Sollte sich die Ampel bewähren, könnten auch an weiteren Wertstoffhöfen solche Anlagen installiert werden.
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Neue Ampel am Wertstoffhof in Ampfing: Auch im Gewerbegebiet Altötting-Neuötting soll die Abfallentsorgung bald besser organisiert werden.

Im Bauauschuss von Neuötting wird am Mittwoch (6. Juli) ein Antrag zum Umbau eines gewerblichen Recyclinghofs behandelt. innsalzach24.de berichtete bereits über zwei Gutachten, in denen mögliche Umweltgefährdungen beschrieben werden. Das Landratsamt Altötting als Aufsichtsbehörde und Betreiber Veolia nehmen nun offiziell Stellung.

Neuötting - Dieser Tagesordnungspunkt im Bauausschuss in Altötting am 29. Juni war erklärungsbedürftig: Antrag auf Errichtung und Betrieb von neuen Umlade- und Lagerboxen auf den Grundstücken /.../ der Gemarkung Altötting und Flur Nummern 1109/20 (tw) /.../ Gemarkung Neuötting“. Erst auf Nachfrage im Baureferat der Stadt Altötting erfuhr innsalzach24.de, dass es sich dabei um einen Standort der Abfallentsorgung mit der Adresse Am Hergraben 25 handelt. Die Anlage der Betreiberfirma Veolia ist für die Anforderungen der Kommunen Neu- und Altötting konzipiert und daher auch an der Gemarkungslinie der beiden Städte angesiedelt. Wir berichteten darüber.

Unternehmenssprecherin kündigt „bessere sortenreine Trennung“ in Neuötting an

Weil das Landratsamt zwei Gutachten in Auftrag gegeben hat, die mögliche Umweltschäden ausschließen sollen, war zunächst nicht klar, ob bald Sonderabfälle oder Sondermüll in größerem Umfang an diesem Veolia-Standort in Oberbayern angenommen und entsorgt werden sollen. In einer Stellungnahme vom Montag (4. Juli) gibt Veolia-Sprecherin Diana Viets Entwarnung: „Eine Verlagerung von gefährlichen Abfällen erfolgt in diesem Zusammenhang nicht. An unserem Standort /.../ in Neuötting sind bereits sieben offene Lagerboxen vorhanden, die lediglich von einem Standort innerhalb des Betriebsgeländes an einen neuen Standort verlagert werden. Zusätzlich haben wir nach Paragraph 8 Bundesimmissionsschutzgesetz die Errichtung und den Betrieb von drei offenen und sechs geschlossenen Lagerboxen beantragt, so dass die Lagerung der Abfallfraktionen an unserem Standort sortenrein erfolgen kann.“

Angeblich weniger Schadstoffe und übersichtlicheres Gelände

Die Maßnahme bringt offenbar mehr Vorteile als Nachteile mit sich: „Die Verlagerung und Neuerrichtung führt dazu, dass die innerbetrieblichen Verkehrswege verkürzt werden, was wiederum zu einer Verringerung von Staub-, Abgas- und Lärmemissionen führt. Dadurch gestaltet sich unser Betriebsgelände übersichtlicher für unsere anliefernden Kunden“, so die Teamleiterin Unternehmenskommunikation von Veolia. Dabei handelt es sich vorwiegend um gewerbliche Kunden und Anlieferer.

Sollten sich diese Versprechen erfüllen, steht einer Umsetzung nichts mehr im Wege. Vorbehaltlich einer positiven Entscheidung im Bauausschuss von Neuötting am Mittwoch. Die beiden Gutachten hinsichtlich „Luft und Schadstoffe“ sowie „Schallschutz“ wurden von unabhängigen Sachverständigen an die Baureferate in Neuötting und Altötting gesandt. Die Verantwortlichen der Baubehörde in Altötting haben innsalzach24.de auf Anfrage mitgeteilt, „dass alle Grenzwerte eingehalten werden“.

Stellungnahme des Landsratsamts Altötting

„Die Firma Veolia betreibt in Neuötting eine Anlage zur Sortierung von Gewerbeabfällen sowie ein Zwischenlager für Sonderabfälle. Eine Beseitigung von Abfällen findet hier nicht statt“, so Dr. Robert Müller von der Abteilung 1 – Zentrale Angelegenheiten, Kreisentwicklung, Öffentliche Sicherheit im Landratsamt Altötting.

Die Betriebstätte der Firma Veolia in Neuötting werde „in regelmäßigen Abständen durch das Landratsamt Altötting überwacht.“ Zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen stehen laut Dr. Müller „entsprechende Rückhalteeinrichtungen zur Verfügung“. Der Pressesprecher der Kreisbehörde sieht „keine Bedenken, dass die Umwelt wegen auslaufender Flüssigkeiten gefährdet sein könnte“.

Das Landratsamt werde „zur weiteren Abklärung der ´Umlagerung von Boxen´ zeitnah eine Ortseinsicht im Gewerbegebiet vornehmen“.

Die im Landkreis Altötting anfallenden Hausmüllabfälle werden im Müllheizkraftwerk in Burgkirchen entsorgt.

-rok-

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