Neues Projekt für Pflegeberufe genehmigt

Altötting - Die erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Inn-Salzach-Euregio im Bereich der Kranken- und Altenpflege kann weitergehen.

 Der Interreg-Begleitausschuss hat einem entsprechenden Projektantrag in seiner Sitzung am 18. November seine Zustimmung erteilt. Im Januar 2011 kann das neue Interreg-Projekt zur grenzüberschreitenden Kompetenzentwicklung in der Pflege starten. „Es ist ein großer Erfolg, dass damit erneut ein zukunftsweisendes Interreg-Projekt in unsere Region kommt“, so MdL Ingrid Heckner.

Das neue Projekt schließt an ein zweijähriges Vorgängerprojekt an, das im Juli dieses Jahres mit einer Veranstaltung in Burghausen zu Ende gegangen ist. Das Gesamtvolumen beträgt 1,26 Millionen Euro verteilt über drei Jahre. Rund 600.000 Euro davon werden von der Europäischen Union aus dem Programm Interreg IVA bereit gestellt, der Rest kommt aus Österreich und Bayern. Auch die Co-Finanzierung von bayerischer Seite ist bereits sichergestellt: Der Landkreis Altötting wird 40.000 Euro, der Freistaat Bayern 220.000 Euro Fördermittel beisteuern. „Es freut mich, dass es nach langwierigen Verhandlungen gelungen ist, die Landesmittel zusammenzubekommen. Sozialministerin Haderthauer bin ich sehr dankbar, dass sie damit das Zustandekommen des Projekts ermöglicht hat“, so Heckner.

Wesentliche Ziele des Projekts sind die Umsetzung von innovativen und berufsbegleitenden Modellen der Kompetenzentwicklung für Beschäftigte in der Pflege vom Berufseinstieg bis zum Berufsausstieg. Beispielsweise werden Schulungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den sensiblen Bereichen palliative und interkulturelle Pflege angeboten werden. Die Entwicklung von Szenarien für die künftige Pflegeversorgung und die Imageverbesserung der Pflegeberufe sind weitere Themenschwerpunkte. Projektpartner sind unter anderem die Johannes-Kepler-Universität Linz, das Regionalmanagement Oberösterreich, der Katholische Berufsverband für Pflegeberufe, die Katholische Stiftungshochschule München, die LMU München, die Inn-Salzach Euregio, Krankenhäuser, mobile Dienste sowie Alten- und Pflegeheime. Die finanzielle und organisatorische Gesamtverantwortung liegt bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich. „Pflegeberufe sind Zukunftsberufe. Der Wandel in der Gesellschaft führt dazu, dass der Bedarf und die Qualität an professioneller Pflege stetig steigt. Das Projekt kann einen wichtigen Beitrag leisten, um zukünftig Pflege quantitativ und qualitativ auf hohem Niveau sicherzustellen“, so Heckner.

Pressemitteilung Ingrid Heckner, MdL

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser