Gesamtkonzept muss noch definiert werden

Neubau einer Kindertagesstätte in Neuötting: „Neue Ära auf den Weg bringen“

Der Neuöttinger Stadtrat hat in der jüngsten Sitzung am Donnerstag, 11. Februar, die Planungen für den Neubau einer Kindertagesstätte in der Altöttinger Straße 37 einstimmig beschlossen. Dass die Zeit drängt, darüber waren sich alle Parteien einig.  

Neuötting – Der Bedarf ist vorhanden. Zudem sind die bisherigen Einrichtungen in die Jahre gekommen und teilweise nur provisorisch eingerichtet. Die Diskussionen werden darüber schon seit einem längerem Zeitraum geführt. „Es ist Zeit diesen gordischen Knoten zu lösen“, so Bürgermeister Peter Haugeneder. Deshalb habe man ein Gesamtkonzept erarbeitet, dass sowohl die Sanierung der bestehenden Einrichtungen und einen Neubau vorsieht.


Neubau einer Kindertagesstätte in Neuötting fix - Zeitplan für Sanierungen offen

Dafür wurde ein größeres Grundstück mit Erbpacht an der Altöttinger Straße gefunden und bereits untersucht. Mit dem Beschluss zeigte sich Haugeneder zufrieden: „Damit werden wir eine neue Ära auf den Weg bringen“. Die Planungen für den Neubau können also beginnen. Auf Anmerkung der CSU-Fraktion erfolgt die Planung hier für sechs Gruppen (vier Kindergarten, zwei Krippen). Zudem soll das Gebäude nicht nur ebenerdig gebaut werden (E+1).


Lediglich am Gesamtkonzept muss noch gearbeitet werden. Wichtigster Bestandteil ist hier aber der Neubau. Erst dann könnten dort Kinder untergebracht werden, um die bestehenden Einrichtungen zu sanieren. Der Kindergarten St. Franziskus, der seit Anfang der 90er Jahre als Provisorium gestartet worden ist, muss abgerissen und neu gebaut werden. Im Anschluss soll auch der Kindergarten St. Nikolaus neu errichtet werden. Offen bleibt hier in welcher Reihenfolge dies passieren soll.

Klaus Angermaier (CSU) sieht es als einen wichtigen Schritt „Bestehendes zu ertüchtigen und Neues zu schaffen“. Die sechs geplanten Gruppen sollen eine höhere Durchgängigkeit ermöglichen, damit Eltern bei mehreren Kindern nur eine Tagesstätte anfahren müssen. Der St. Nikolaus Kindergarten hätte für die CSU eine größere Priorität.

Zeit drängt auch wegen Förderung - Grünen sehen Chancen auf ein Vorzeigeprojekt

Laut Peter Gastel (SPD) sollte man sich nicht in den Diskussionen um die weiteren Schritte verzetteln. Der Zeitbedarf sei vorhanden. Bis Ende Juni 2021 würden neugeschaffene Plätze mit 90 Prozent gefördert werden. Mit einer Fertigbauweise könnte dieses Datum vielleicht noch erreicht werden. Die Stadt hoffe aber auch, dass dieses Programm verlängert wird.

Für Christa Puppe (Grünen) könnte der Neubau ein Vorzeigeprojekt sein, um möglichst Vieles in der Hanglage unterzubringen. Natürlich dürfe dies gerne mit nachhaltigen Baustoffen passieren. Das Grundstück habe einen tollen Charakter. Auch Oskar Hofstetter (Freie Wähler) hat sich für eine schnelle Umsetzung ausgesprochen. Alles andere würde sich dann ergeben.

jz

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