Er leitet jetzt Gesundheitsamt Altötting

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Seit 2. Januar leitet Taufkirchens Zweiter Bürgermeister Dr. Franz Schuhbeck das Gesundheitsamt Altötting.

Taufkirchen/Altötting - Dr. Franz Schuhbeck, Zweiter Bürgermeister von Taufkirchen, leitet seit dem 2. Januar das Gesundheitsamt in Altötting.

Der 50-jährige Mediziner folgt auf Dr. Bernd Jaszinski und ist im Moment mit der Einarbeitung in sein neues Geschäftsfeld beschäftigt.

Seit 1998 arbeitete Dr. Franz Schuhbeck im Gesundheitsdienst des Freistaates Bayern, zuletzt am Landratsamt des Landkreises München. Als Sachgebietsleiter war der Taufkirchener zuständig für Krankenhaushygiene, Gutachten und die Überwachung des Betäubungsmittelverkehrs. Das Pendeln nach München hat nun ein Ende, was Schuhbeck positiv wertet. "Wer freut sich nicht, wenn er in dem Bereich, wo er lebt und gerne ist, seiner Arbeit nachgehen kann", so der Arzt mit der doppelten Facharzt-Qualifikation: Allgemeinmedizin und Öffentliches Gesundheitswesen. Er führt zudem den Titel Sportmediziner.

Er sei in erster Linie Arzt, auch wenn er als Chef von 22 Mitarbeitern am Altöttinger Gesundheitsamt für die Betriebsabläufe, Organisatorisches und die Führung zuständig sei. Er widme sich zwar nicht dem einzelnen Patienten, sondern der Gesundheit und den Voraussetzungen für ein gesundes Leben im Landkreis Altötting.

Als Leiter des Amtes sei sein Aufgabenfeld zum Großteil durch rechtliche Vorgaben abgesteckt, die er für die Gesundheitsverwaltung zu erfüllen habe. Persönlich liegen ihm dabei sehr die Krankenhaushygiene und der Kampf gegen multiresistente Keime am Herzen. Letztere seien ein Problem in vielen medizinischen Bereichen und können überall da auftreten, wo kranke Menschen sich aufhalten - nicht nur in Kliniken, sondern auch in Praxen und etwa Pflege-Einrichtungen.

Da sei eine Vernetzung zwischen den Institutionen und den Einzelnen, die im Gesundheitswesen tätig sind, wichtig. Das Gesundheistamt sei hier ein Rädchen im Betrieb und Multiplikator. Er wirbt für Informationsaustausch.

Ebenso sei ihm das Impfwesen ein wichtiges Anliegen: den Impfgedanken immer weiter zu fördern. "Wir in Deutschland haben aufgrund der wirtschaftlichen Situation den großen Segen der Hygienestandards", so Dr. Schuhbeck. Er nennt etwa die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Die Verfügbarkeit von Impfungen gehöre auch hier zu den großen Fortschritten. So konnten viele Krankheiten stark eingedämmt und beinahe ausgerottet werden. Er spricht die Diphterie an. Oder Kinderlähmung in Südamerika. Da müsse man aber immer dran bleiben.

Genau wie an der Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung, die das pädagogische Fachpersonal durchführt.

So ist das Tätigkeitsspektrum eines Gesundheitsamtes sehr breit gefächert. "Das Einzige, worunter ich nie leide, ist Langeweile", lacht der neue Chef des Altöttinger Gesundheitsamtes. Der Landkreis sei sehr schön, die Leute begegneten ihm offen und entgegenkommend. Doch diese Erfahrung hat er auch im Landkreis München gemacht, "mit sehr angenehmen Menschen".

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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