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Festnahmen in Landkreisen Altötting und Traunstein

Haschisch, Marihuana, Koks: Polizei hebt bei Razzia großen Drogenring in Region aus

Drogenhandel Symbolbild Polizei
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Florierender Drogenhandel im Landkreis Altötting (Symbolbild)

München/Landkreis - Im Rahmen bundesweiter Ermittlungen nach Auswertung von Daten verschlüsselter Handys ist der Polizei ein großer Schlag gegen die Drogenszene gelungen. Auch in den Landkreisen Altötting und Traunstein gab es deswegen Polizeieinsätze und Festnahmen.

Vergangenen Donnerstag (1. Juli) wurden deswegen mehrere Objekte in der Region durchsucht und drei dringend tatverdächtige Deutsche verhaftet. Den Männern drohen Freiheitsstrafen zwischen fünf und fünfzehn Jahren, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun in einer Pressemitteilung bekannt gab. Demnach hätten die Rauschgiftfahnder der Kripo Mühldorf bereits im vergangenen September erste Hinweise auf einen „florierenden Drogenhandel im Landkreis Altötting“ erhalten, der offenbar über verschlüsselte Chats, sogenannte „Encrochats“, organisiert und abgewickelt wurde.

Festnahmen in Landkreisen Altötting und Traunstein

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass es offensichtlich regelmäßig erhebliche Rauschgiftlieferungen aus Norddeutschland in den Landkreis Altötting gab. Bei Marihuana und Haschisch war von Mengen von bis zu 20 Kilogramm die Rede, zudem wurde mit Kokain im Hundertgramm-Bereich gehandelt. Es ging dabei um Geldsummen im mittleren fünfstelligen Euro-Bereich, zwischen 50.000 und 60.000 Euro.

Aufgrund der komplexen Tatabläufe richtete die Polizei unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein eine eigene Ermittlungsgruppe ein. Nach umfangreichen Recherchen gelang es den Beamten den mutmaßlichen Kopf der Bande zu identifizieren. In diesem Zusammenhang wurden bei den Razzien nun fünf Durchsuchungsbeschlüsse im südlichen Landkreis Altötting und im nördlichen Landkreis Traunstein vollzogen. Dabei wurden auch Haftbefehle vollzogen und drei dringend tatverdächtige Männer im Alter zwischen 23 und 25 Jahren festgenommen. Sie wurden in Justizvollzugsvollzugsanstalten eingeliefert.

Auch Bundes- und Landeskriminalamt beteiligt

Die Auswertung der weiteren umfangreichen Daten ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an. Wie das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) mitteilte, hatten Experten zunächst die Daten von den Mobiltelefonen des Anbieters „Encrochat“ mit Bezug zum Freistaat aufbereitet, die das Bundeskriminalamt (BKA) zuvor dem BLKA übermittelt hatte. Dabei handelte es sich vor allem um Chat-Protokolle aus dem verschlüsselten Kommunikationssystem, das die Straftäter nutzten, ohne zu wissen, dass Ermittler die Mobiltelefone überwachten. Danach identifizierten die Fachleute des BLKA die Nutzer, die bayerischen Tatorte und die Deliktsbereiche, um die Verfahren schließlich an die jeweils zuständigen Polizeipräsidien zu übergeben.

mw/PP Obb. Süd/Bayerisches Landeskriminalamt

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