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Umfangreiche Änderungen bei Impfanmeldungen im Landkreis Altötting

Landrat Schneider: „Wir zünden den Impfturbo!“ - Bald auch Termine für Auswärtige!

Der Leiter des Impfzentrums, Dr. Dieter Gilles und Erwin Schneider (CSU), Landrat des Landkreises Altötting auf einem Pressetermin im Impfzentrum im Kreishallenbad in Neuötting.
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Der Leiter des Impfzentrums, Dr. Dieter Gilles und Erwin Schneider (CSU), Landrat des Landkreises Altötting auf einem Pressetermin im Impfzentrum im Kreishallenbad in Neuötting.

Impfstoff ist inzwischen reichlich vorhanden, dagegen fehlen die Impflinge: Nun wird im Landkreis Altötting der „Impfturbo gezündet“. Konkret heißt das: Die Priorisierungen werden faktisch aufgehoben, Abstände zwischen den Impfungen verkürzt und unter bestimmten Bedingungen dürfen sich dort nun auch Auswärtige Impfen lassen!

Landkreis Altötting/Neuötting - „Wir zünden den Impfturbo!“, verkündete Altöttings Landrat Erwin Schneider (CSU) auf einem Pressetermin am Montagvormittag im Impfzentrum des Landkreises im Neuöttinger Kreishallenbad. Es werde umfangreiche Änderungen bei den Impfanmeldungen geben, um schneller mehr Leute impfen zu können. „Grund dafür ist schlicht und ergreifend: Uns gehen die Impflinge aus. Der Impfstoff liegt unterdessen in großen Mengen in der Kühlung bereit.“ In der vergangenen Woche seien 2400 Impftermine angeboten worden, von denen aber nur 1400 angenommen wurden. „Wir kriegen unsere Erstimpfungen nicht mehr los! Daher wird demnächst die Priorisierung faktisch aufgehoben.“

Drastische Änderungen bei Impf-Anmeldungen im Landkreis Altötting - Priorisierung wird faktisch aufgehoben

Der Termin im Neuöttinger Impfzentrum fand auch angesichts des Impfgipfels der Staatsregierung am Montag statt. In der Hoffnung auf wieder mehr Tempo bei den Corona-Impfungen lädt diese am Montagvormittag Experten und Kommunalpolitiker zum Impfgipfel. Bei der Videokonferenz geht es primär darum, wie in Bayern wieder mehr Erstimpfungen durchgeführt werden können. In den vergangenen Wochen hatte es wegen des Mangels an Impfstoffen in den Impfzentren vor allem nur Zweitimpfungen gegeben. Nachdem aber für die kommenden Wochen wieder von den Herstellern mehr Vakzin in Aussicht gestellt wurde, soll das Tempo nun wieder angezogen werden.

Noch Anfang Mai hatte Schneider appelliert, sich für die Erstimpfung nicht alleine auf das Impfzentrum zu verlassen (Plus-Artikel innsalzach24.de). Nun hat sich die Lage geändert: „Es haben sich wohl viele Leute bei den Hausärzten angemeldet. Nun heißt es: Melden Sie sich bitte auch für Termine im Impfzentrum an!“, rief Schneider die Landkreis-Bevölkerung auf. „Wir würden ja den Ärzten anbieten, dass sie unsere Übermengen an Impfstoff kriegen, aber auch die sitzen wohl schon auf großen Vorräten.“ Nun könnten also eine ganze Reihe von Änderungen vorgenommen werden. „Dabei muss man bedenken: Die bisherigen Zeitabstände zwischen Erst- und Zweitimpfung waren neben medizinischen Gründen auch teils durch Impfstoffmangel bedingt.“

Wenn an einem Tag ab 12 Uhr noch Impftermine für den Folgetag offen sind, können sich ab Mittwoch (30. Juni) auch Personen von außerhalb des Landkreises dafür anmelden. Hierzu wird es zeitnah ein Sonder-Anmeldungsportal auf der Website des Landratsamts geben.

Folgende neue Regelungen gelten ab Samstag, den 10. Juli:

  • Die Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfung werden verkürzt: Bei Astrazeneca von 12 auf 9, bei Moderna von 6 auf 4 und bei Biontech von 6 auf 3 Wochen. Für Genesene gilt weiterhin die Empfehlung, nach etwa sechs Monaten eine Impfung zu erhalten.
  • Auch 12-18 Jährige dürfen sich, bei Zustimmung der Erziehungsberechtigen, anmelden. Dies ist vorerst aber nur über telefonische Einladung möglich. Außerdem muss ein Erziehungsberechtigter beim Impftermin anwesend sein.
  • Künftig kann man sich im Impfzentrum direkt, bei Vorlage des Impfausweises, ein Zertifikat ausfertigen lassen. Dies ist auch im Registrierungssystem im Anschluss an den Impftermin möglich, wo man es sich dann direkt zu Hause ausdrucken kann. Wer bereits geimpft wurde und noch kein Zertifikat hat, dem kann durch das Impfzentrum nachträglich einen QR-Code zum eigenen Ausdruck des Zertifikats anfordern.

„Wichtig ist: Bis 12 Uhr haben, wie gesagt, die Landkreisbürger Vorfahrt!“, betonte Landrat Erwin Schneider. „Erst ab dann werden die Termine für den Folgetag auch für Personen von außerhalb des Landkreises geöffnet.“ Er rufe dringend dazu auf, dieses Angebot wahrzunehmen. „Wir sind derzeit bei einer Impfquote von etwa 55 Prozent. Damit wir für die Delta-Variante bereit sind, sollten es aber mindestens 70 bis 80 Prozent sein! Hinzu kommt: Es gibt noch keine Impfung für unter-12-Jährige. Wer sich also impft, schützt auch sie mit, vor allem vor der Delta-Variante und anderen Mutationen!“

hs

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