Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona hatte großen Einfluss

Unfallstatistik im Landkreis Altötting: 2020 deutlich weniger Unfälle, dafür mehr Tote

Bei einem Unfall Ende November starb eine 21-jährige Frau nach einem Unfall zwischen Kastl und Altötting.
+
Bei einem Unfall Ende November starb eine 21-jährige Frau nach einem Unfall zwischen Kastl und Altötting.

Die Polizeiinspektion Altötting hat die Statistiken der Verkehrsunfälle in der Region für das Jahr 2020 präsentiert. Zwar gab es nach dem Rekordjahr 2019 einen deutlichen Rückgang, allerdings auch mehr Tote.

Landkreis Altötting – „Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Landkreis nahm erfreulicherweise stark ab, hier ist ein Rückgang um 16,4 Prozent auf nunmehr 3.003 Unfälle zu verzeichnen. Auch bei der Anzahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten sowie der Anzahl der Verletzten wurden so niedrige Zahlen erreicht, wie seit vielen Jahren nicht mehr, berichtet Jürgen Neumerkel, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Altötting, in der Unfallstatistik 2020.

Wegen Corona: Weniger Unfälle im Landkreis Altötting

Auch bei den Verkehrsunfallfluchten sei ein erheblicher Rückgang registriert worden. Zudem ereignete sich im vorherigen Jahr nur ein einziger Schulwegunfall. „Mir ist jedoch klar, dass diese erfreulichen Tatsachen zum Großteil den durch Corona verursachten Einschränkungen zu verdanken sind“, stellt Neumerkel fest.

So verwundert es auch nicht, dass die meisten Unfälle innerhalb eines Monats in Zeiten ohne größere Einschränkungen passierten. „Spitzenreiter“ ist hier der Juli mit 313 Verkehrsunfällen, gefolgt vom Oktober (290) und Februar (276). Im März dagegen gab es die wenigsten Unfälle zu verzeichnen. Mitte März wurde in Bayern wegen der Corona-Pandemie der Katastrophenfall ausgerufen.

Acht Personen starben 2020 bei Verkehrsunfällen

„Leider waren im Jahr 2020 im Landkreis Altötting dennoch acht Verkehrstote bei sieben Unfällen zu beklagen. Überwiegend waren hier junge Leute die Opfer, und leider waren nicht angepasste Geschwindigkeiten, teilweise in Kombination mit Alkohol am Steuer, die Unfallursache“, so Neumerkel. Keiner dieser Unfälle habe sich aber an einer der bekannten Unfallschwerpunkte ereignet. Sechs Unfälle ereigneten sich außerorts und einer innerorts.

Trotz weniger Unfälle im Vergleich zum Vorjahr – 2019 gab es diesbezüglich ein Rekordhoch – stieg die Anzahl der Verkehrstoten von sieben auf acht. Im langjährigen Vergleich ist dies jedoch eine sehr niedrige Anzahl. 1972 gab es bei 1.659 Unfällen noch 71 Tote und damit den höchsten Stand seit der Erfassung. Im Jahr 2004 war diese Statistik zum ersten Mal einstellig (acht Tote). Seit 1999 gab es nie mehr als 20 Personen, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Absoluter Tiefstand sind sechs Tote im Jahr 2013. Die Polizei listet insgesamt 405 Unfälle (2019: 448) mit Personenschaden auf. Dabei gab es 522 Verletzungen (2019: 650) zu verzeichnen. 101 Personen haben schwere Verletzungen erlitten, 2019 waren es trotz einer höheren Anzahl an Unfällen nur 99.

Das sind die häufigsten Unfallursachen

Bei den 852 Unfällen (ohne Kleinunfälle und Fußgänger) lag die Ursache häufig bei einem Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren/Ein- und Anfahren (185), 161 Mal wurde die Vorfahrt nicht beachtet oder nicht ausreichend Abstand gehalten (115). Alkohol (49) und Drogen (3) spielten dabei kaum eine Rolle. Insgesamt zählte die Polizei 58 Alkoholunfälle, dabei verletzten sich 31 Personen und zwei Menschen haben ihr Leben verloren.

Interessant ist bei den Unfällen noch die Gesamtsumme des Schadens (ohne Kleinunfälle). Laut dem Bericht der Polizei lag diese Zahl im Jahr 2020 bei 5.396.000 Euro. Im Jahr zuvor lag sie noch bei über 6,7 Millionen Euro.

jz

Kommentare