"Radwegenetz Inn-Salzach"

Gemeinderat Burgkirchen: Aufgrund von Gruppenzwang zugestimmt? 

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Das "Radwegenetz Inn-Salzach" ist mit Kosten für den Unterhalt verbunden.
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Burgkirchen an der Alz - Von einer Bewegung, vor der man sich nicht verschließen sollte, spricht Burgkirchens Erster Bürgermeister Johann Krichenbauer zum Thema „Radwegenetz Inn-Salzach“. Dennoch sehe er das Thema kritisch, so Krichenbauer auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Hintergrund: Anrainer-Kommunen sollten jeweils Vorschläge machen, wo es ganz besonders schön ist, zu Radeln an Inn, Salzach und Alz. Daraus entstand eine Karte. Nächster Schritt: Eine entsprechende und vor allem einheitliche neue Beschilderung soll her. Zu diesem Projekt gibt es aber ganz offenbar unterschiedliche Meinungen, insbesondere wegen der Kosten.

Der Landkreis hat sich verpflichtet

Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Burgkirchen erklärte der Erste Bürgermeister die Sachlage. Demnach hat Landrat Erwin Schneider stellvertretend für die betroffenen Städte und Gemeinden im Landkreis zugesagt, „die Aufstellung der Beschilderung, den Unterhalt wie auch die Wegsicherung der anteiligen Radwege“, zu übernehmen.

Diese befinden sich aber zum großen Teil in der Baulastträgerschaft der betroffenen Kommunen. Es sind die über die Finanzierung der Erstbeschilderung hinausgehenden Aufgaben, die hier für Diskussion im Burgkirchener Gemeinderat sorgten. Dazu kommen die Kosten für die entsprechende Beschilderung selbst. Gut: Letztere wird gefördert/trägt der Landkreis.

Wer kümmert sich drum und zahlt?

Der Landkreis verfügt laut Verwaltung der Gemeinde Burgkirchen nicht über genügend Manpower, personelle Ressourcen genannt, das Radwegenetz in Stand zu halten. Die Kooperationsvereinbarung ist aber schon unterzeichnet. Eine Zustimmung also, die hier fast schon zwanghaft erfolgen muss. Mit dem Beschlussvorschlag wurde allerdings auch einer Beantragung von LEADER-Fördermitteln durch den Zweckverband Erholungs- und Tourismusregion Inn-Salzach zugestimmt. Mit vier Gegenstimmen hat der Gemeinderat dieses Projekt auf seinen weiteren Weg gebracht.

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