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Das Sparbuch: Warum man immer wissen sollte, wo es ist

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Landkreise – In punkto Zinsen hat das klassische Sparbuch seine besten Zeiten wohl hinter sich. Dennoch ist das Geld dort sicherer aufgehoben als in einem Strumpf unter dem Kopfkissen. Eines sollte man auf keinen Fall mit seinem Sparbuch machen, will man immer zeitnah zu seiner Knete kommen können.

Das kann jedem Mal passieren: in einen Spalt hinter dem Schrank gerutscht, nach dem Umzug steckt das Sparbuch nicht mehr im Brockhaus Band 4 oder man hat schlichtweg vergessen, wo man es abgelegt hatte. Eine weitere Variante: Man hat sein Sparbuch tatsächlich verloren oder es wurde gar gestohlen. Auch das kann passieren.

„Danach wird das Sparbuch für kraftlos erklärt“

Welche Möglichkeit im Fall eines Ehepaars aus Burgkirchen tatsächlich zutrifft, obliegt freilich dem Datenschutz. Das gemeinsame Sparbuch bei der Sparkasse Altötting-Mühldorf wird jetzt aufgeboten weil es nicht mehr greifbar ist. Das wurde jüngst öffentlich gemacht. So will es die Regel in so einem Fall. Die Inhaber müssen ihre Ansprüche bis zu einem festgesetzten Termin geltend machen, heißt es. „Nach diesem Zeitpunkt wird das (Sparbuch) für kraftlos erklärt.“

Hört sich schlimmer an als es ist

Es bedeutet nicht, dass der Kies dann weg ist. „Kraftlos“ meint, dass das Buch nicht mehr benutzt werden kann und ein neues ausgestellt wird. Auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärt eine Sprecherin der Sparkasse Altötting-Mühldorf, dass das klassische Sparbuch eine Urkunde ist. Der Besitzer legitimiert sich über diese Urkunde, Geld einzahlen und abheben zu dürfen. Grundsätzlich sei es schon so, dass wer das Sparbuch in den Händen hält auch abheben kann. Das gehe allerdings nicht automatisch und wenn, dann nur bis zu einem bestimmten Betrag. Dieser Betrag sei von Bank zu Bank unterschiedlich.

Es gibt klare Regeln

Grundsätzlich ist jeder Inhaber eines Sparbuches genau wie jeder Inhaber einer Girokonto-Karte mit PIN-Nummer selbst dafür verantwortlich, Sicherheit herzustellen. Soll heißen:

  • Sparbuch nicht verlieren
  • und – natürlich – Girokonto-Karte nie zusammen mit PIN-Nummer aufbewahren!

Es gibt Sicherheitsmechanismen

Eine geklaute Girokonto- oder Kreditkarte kann man sperren lassen ebenso wie ein Sparbuch. 

  • Kommt nach so einer Sperrung ein „Kunde“ mit „seinem“ Sparbuch an den Schalter und möchte abheben, dann wird er einige Fragen der Bankmitarbeiter beantworten müssen. Die Sperrung ist nämlich bereits gespeichert.
  • Gehört ein Sparbuch einer Frau und steht da aber ein Mann am Schalter und möchte abheben, haben die Mitarbeiter des Kreditinstitutes ein paar Fragen
  • Kommt jemand mit „seinem“ Sparbuch an den Schalter, der deutlich jünger oder älter ist als die Person auf den es lautet, wird nachgefragt. „Ich habe den Ausweis gerade nicht bei mir“, reicht dann wohl nicht als Antwort.

Der vorgeschriebene Weg

Das Aufgebot eines Sparbuches ist der vorgeschriebene Weg, ein verloren gegangenes Buch für kraftlos zu erklären. Erst dann kann ein neues ausgestellt werden und erst dann kann man wieder über seine dort angesparten Penunsen verfügen. Trotz schlechter Zinsen sei das klassische Sparbuch noch nicht aus der Mode, erklärt die Sprecherin der Sparkasse Altötting-Mühldorf weiter. So erfreue sich in ihrem Haus beispielsweise das „Führerscheinsparen“, ein Zweck bestimmtes Sparbuch, großer Beliebtheit.

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