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Reanimation erfolglos

Schlittenfahrer verunglückt tödlich an der Kampenwand

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Antworten auf Fragen rund um die Pflege

Pflegestützpunkt des Landkreises Altötting gut ausgelastet

(vl)Sachgebietsleiter „Senioren“ Jürgen Jordan vom Landratsamt Altötting, Bezirksrätin Gisela Kriegl(CSU), Pflegeberaterin Katrin Krumbachner, Landrat Erwin Schneider(CSU) und Pflegeberaterin Irene Brückner bei der Vorstellung des Pflegestützpunktes
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(v.l.) Sachgebietsleiter „Senioren“ Jürgen Jordan vom Landratsamt Altötting, Bezirksrätin Gisela Kriegl (CSU), Pflegeberaterin Katrin Krumbachner, Landrat Erwin Schneider (CSU) und Pflegeberaterin Irene Brückner bei der Vorstellung des Pflegestützpunktes.

Welche Pflegeleistungen werden benötigt, wo werden sie angeboten und wer zahlt das? Antworten auf solche vertraulichen Fragen gibt seit Juli Sozialpädagogin Katrin Krumbachner im kostenlosen und unabhängigen Pflegestützpunkt des Landratsamts. Seit Oktober ist das Team im Altöttinger Pflegestützpunkt mit Krankenschwester Irene Brückner komplett.

Altötting – Insgesamt rund 60.000 Euro wenden Pflegekassen, Bezirk und Landkreis im Jahr auf, damit die beiden nach §7a SGB XI zertifizierten Pflegeberaterinnen zu den Geschäftszeiten des Landratsamtes telefonisch, per E-Mail oder per Videokonferenz zur Verfügung stehen. „Am Anfang steht meist der telefonische Kontakt. Dann machen wir aber auch Hausbesuche, oder die Menschen kommen zu uns ins Büro“, erklärt Katrin Krumbachner.

Am häufigsten geht es dabei darum, wie der Pflegegrad bestimmt wird. Die beiden Beraterinnen begleiten aber den gesamten Prozess, bis die richtige Lösung für die pflegebedürftige Person gefunden ist. Nötigenfalls erstellen sie individuelle Versorgungspläne, beantragen Leistungen bei der Pflegeversicherung und suchen nach Möglichkeit sogar ehrenamtliche Helfer.

Viele Fälle können zuhause bleiben

80 Prozent der Pflegefälle, die vom Pflegestützpunkt betreut werden, können weiterhin zuhause bleiben und werden dort dann ambulant betreut. Das Problem sei, erklärt Katrin Krumbachner, dass viele sich erst dann mit dem Thema Pflegebedürftigkeit beschäftigen, wenn es akut ist, weil der Betreffende beispielsweise einen Schlaganfall hatte und dann erstmal ins Krankenhaus muss, wo eine Schnelleinstufung in den Pflegegrad vorgenommen wird.

Dabei sei es sinnvoller, sich schon früher beim Pflegestützpunkt zu informieren, weil man dann in der Regel noch die Wahl zwischen verschiedenen Einrichtungen hat: „Wenn man sich rechtzeitig beraten lässt, ist es einfacher als im Akutfall, denn überall gibt es Wartezeiten“, so Katrin Krumbachner. Der Pflegenotstand der stationären Einrichtungen ist also auch im Landkreis Altötting angekommen.

„Das wurde sehr schnell und gut umgesetzt“, sagte Bezirksrätin Gisela Kriegl bei der Vorstellung der Arbeit des Pflegestützpunktes am Dienstag im Landratsamt. Sie ergänzte, dass die Einrichtung einmal pro Woche auch durch speziell ausgebildetes Personal verstärkt wird, das der Bezirk an den Pflegestützpunkt entsendet: „Der Bezirk ist ein großer Apparat und bürokratisch. Es ist gut, dass auch der Bezirk hier mit seinen Arbeitsbereichen vor Ort dabei ist“, so Gisela Kriegl.

Der Bezirk ist mit seinen Einrichtungen erster Ansprechpartner, wenn es beispielsweise um die Betreuung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen geht. Dabei werden die Mitarbeiter des Bezirks oft nach Terminvereinbarung aktiv und besuchen die Pflegebedürftigen auch zuhause.

Angebot wird gut angenommen

Das Angebot werde inzwischen bereits gut angenommen, konnten die beiden Pflegeberaterinnen auf Nachfrage bestätigen: „Pro Tag haben wir etwa zwei Fälle“, erklärt Krankenpflegerin Irene Brückner. Dabei sind sie nur halbtags angestellt. Die einzelnen Fälle brauchen aber in der Regel mehr als die Erstberatung.

„Wir sind nicht nur unabhängiger und neutraler Wegweiser zwischen den Einrichtungen der verschiedenen Träger im Landkreis, sondern wir werden ja persönlich aktiv“, erklärt Katrin Krumbachner. Denn im Einzelfall ist es gar nicht so leicht, auf Anhieb das Richtige zu finden. „Menschen mit Demenz oder Inkontinenz verheimlichen ihre Probleme gerne“, veranschaulicht die Beraterin das Problem.

Der Pflegestützpunkt im zweiten Stock des Landratsamts Altötting (Zimmer 2.06 und 2.07) ist täglich von 8 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Wenn man telefonisch unter der Nummer 08671/502-207 und -282 oder per E-Mail unter pflegestützpunkt@lra-aoe.de einen Termin vereinbart, sind auch Hausbesuche oder Termine außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Mangels technisch versierter Interessenten wurden die ebenfalls angebotenen Online-Sprechstunden im virtuellen Bürgerbüro(www.lra-aoe.de/virtuelles-buergerbuero) bisher noch nicht genutzt.

pbj

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